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Kampf gegen Homophobie

14.11.2019

Bayern ist einziges Bundesland ohne LGBTIQ-Förderprogramm

«Bayern ist das einzige Bundesland, das weder einen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie in Vorbereitung noch umgesetzt hat», sagte Hannah Lea, Vorständin des bayerischen Lesben- und Schwulenverbandes.
Bild: Markus Heine, dpa (Symbol)

Bei der staatlichen Förderung von Homosexuellen, Bisexuellen und Transsexuellen hinkt Bayern im Vergleich zu den anderen Bundesländern deutlich hinterher.

Der Freistaat Bayern hinkt bei der staatlichen Förderung von Homosexuellen, Bisexuellen und Transsexuellen (LGBTIQ) bundesweit hinterher. "Bayern ist das einzige Bundesland, das weder einen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie in Vorbereitung noch umgesetzt hat", sagte Hannah Lea, Vorständin des bayerischen Lesben- und Schwulenverbandes, am Donnerstag bei einer Anhörung in München. Ihre Organisation kämpfe dafür, dass LGBTIQ-Personen als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft akzeptiert und respektiert würden. "Da ist in Bayern noch viel zu tun."

Aktionsplan für mehr LGBTIQ-Akzeptanz gefordert

Auch Vertreter anderer Vereine beklagten, dass es in Bayern keinen Aktionsplan gebe, der die Akzeptanz von Schwulen, Lesben und Transsexuellen verbessere. "Es ist an der Zeit, dass auch das Land Bayern in die Verantwortung geht und Gelder zur Verfügung stellt", sagte Kai Kundrath, Geschäftsführer des Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrums in München.

In der Landeshauptstadt und in Nürnberg sei die Lage besser, darüber hinaus gebe es aber keine Infrastruktur. Dies führe dazu, dass die Beratungen in München aus dem ganzen Land angefragt würden, was diese aber nicht leisten könnten, betonte auch Julia Bomsdorf von der Beratungsstelle des Vereins Lesbentelefon. (dpa)

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15.11.2019

>> "Es ist an der Zeit, dass auch das Land Bayern in die Verantwortung geht und Gelder zur Verfügung stellt", sagte Kai Kundrath, Geschäftsführer des Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrums in München. <<

Es ist an der Zeit, dass erst mal über die beabsichtige Verwendung dieser Steuergelder eine politische Diskussion stattfindet.

>> Auch Vertreter anderer Vereine beklagten, dass es in Bayern keinen Aktionsplan gebe, der die Akzeptanz von Schwulen, Lesben und Transsexuellen verbessere. <<

Gleichbehandlung? Dann sind Extra-Steuergelder sehr fraglich.

Und Akzeptanz kommt aus Leistung! Leistung in Arbeit, Gesellschaft und Familie. Auch fehlt jeder belastbare argumentative Ansatz, die behaupteten Akzeptanzprobleme nachzuweisen.

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