Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem PLUS-Paket zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Verteidigungsministerin Lambrecht erstmals seit Kriegsbeginn in der Ukraine
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. CDU-Parteitag: Ziemlich wurscht? Wie man in der CSU über den neuen CDU-Chef denkt

CDU-Parteitag
16.01.2021

Ziemlich wurscht? Wie man in der CSU über den neuen CDU-Chef denkt

Auch in der CSU blickt man auf die Wahl des neuen CDU-Chefs. Begeisterungsstürme löst keiner der drei Kandidaten aus.
Foto: Sven Hoppe, dpa

In der Schwesterpartei löst keiner der drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz Begeisterungsstürme aus. Nur Friedrich Merz hat eine kleine Fangemeinde in der CSU.

Die CDU wählt einen neuen Parteivorsitzenden, und der CSU ist es „ziemlich wurscht“, wer von den drei Kandidaten aus Nordrhein-Westfalen zum Zuge kommt. Das sagt zwar in der Führungsriege der CSU niemand öffentlich – schon allein wegen der traditionellen Höflichkeit, mit der die Schwesterparteien sich vor Publikum in aller Regel begegnen. In Hintergrundgesprächen aber nehmen weder CSU-Vorstandsmitglieder noch einfache Abgeordnete ein Blatt vor den Mund. Einer sagt sogar: „Am liebsten wäre mir keiner von den dreien.“ Und das im Jahr der Bundestagswahl. Was ist da los?

Wer versucht, die Gefühle der CSU für die einst so selbstbewusste CDU zu ergründen, stößt auf eine seltsame Gemengelage. Eindeutig ist: Es gibt keine Begeisterung für die Kandidaten. „Am ehesten“, so heißt es, beflügle noch Friedrich Merz die Fantasien der Wirtschaftsliberalen in der CSU – nicht weil er noch vor einigen Jahren der Held der Rechtskonservativen und Merkel-Gegner war, sondern weil er „Linie und Haltung“ habe und die Ökonomie ganz nach vorne stelle.

Es gibt auch in der CSU Kritik an Friedrich Merz

Die Zeit, als man in der CSU glaubte, weit rechts von der politischen Mitte punkten zu können, sind offenbar vorbei. Es gebe „einen breiten Konsens“ über den klaren Abgrenzungskurs von CSU-Chef Markus Söder gegenüber der AfD und die Überzeugung: „Wahlen werden in der Mitte gewonnen oder verloren“. Das wirtschaftspolitische Profil der Union aber, das einst ein Markenzeichen war, wollen viele gestärkt sehen. Die Fangemeinde von Merz in der CSU sei „klein, aber sehr geschlossen.“ Im großen Rest der CSU jedoch gebe es erhebliche Zweifel, und zwar aus zwei Gründen: Merz als Kanzlerkandidat wäre „ein Konjunkturprogramm für Grüne, SPD und Linke“, und er habe sich in der Vergangenheit nach seinen innerparteilichen Niederlagen in der CDU jeweils als „nicht standhaft“ erwiesen. „Er ist nicht dabei geblieben, als es darum ging, Verantwortung zu übernehmen“, sagt ein erklärter Merz-Kritiker.

Konrad Adenauer war von 1949 bis 1963 der erste deutsche Bundeskanzler. Von 1950 bis 1966 war er zugleich CDU-Vorsitzender. Mit 90 Jahren gab er sein Amt ab.
9 Bilder
Das waren die bisherigen CDU-Vorsitzenden
Foto: dpa

Vorbehalte dieser Art gibt es gegen Armin Laschet nicht. Zwar können viele Christsoziale mit der „rheinischen Frohnatur“ des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten wenig anfangen. Einige sagen ihm sogar nach, „ein Zögerer und Zauderer“ zu sein. Aber quer durch die Reihen werden Laschet drei Umstände zugutegehalten: Er habe in NRW gegen die beliebte SPD-Amtsinhaberin Hannelore Kraft trotz denkbar schwieriger Ausgangslage eine Wahl gewonnen. Er regiere in Düsseldorf seit drei Jahren „weitgehend unaufgeregt“. Und er habe die Fähigkeit, verschiedene Interessen und Lager zu integrieren. Richtig lustig werden die Gespräche mit CSU-Politikern über Laschet erst an einem bestimmten Punkt. In der CSU ist man sich einig: „Wenn Laschet Parteichef wird, dann wird in der CDU weiter gemerkelt.“ Nicht einig ist man sich darüber, ob man das auf Dauer gut oder schlecht finden soll.

Norbert Röttgen hat keine persönlichen Verbindungen in die CSU

Norbert Röttgen, der dritte Kandidat, gilt in der CSU als Außenseiter. In München erinnert man sich eigentlich nur daran, wie Ex-CSU-Chef Horst Seehofer ihn nach seiner Wahlniederlage in NRW im Jahr 2012 im ZDF zur besten Sendezeit abgekanzelt hat, weil Röttgen sich davor drückte, in NRW die Rolle des Oppositionsführers zu übernehmen. Außerdem gebe es praktisch keine persönlichen Verbindungen Röttgens in die CSU. Lediglich aus der CSU-Landesgruppe im Bundestag heißt es anerkennend, dass Röttgen im Rennen um den CDU-Vorsitz „einen pfiffigen innerparteilichen Wahlkampf geführt und neue Themen gesetzt“ habe. Immerhin: Gewisse Außenseiterchancen werden ihm in der CSU eingeräumt.

Was der neue CDU-Chef von der CSU zu erwarten hat, ist ziemlich klar: Die Schwesterpartei wird, egal wer gewählt wird, freundlich gratulieren, gute Zusammenarbeit und größtmögliche Geschlossenheit versprechen. „Wie es auch kommt, wir können mit jedem“ – das ist offenbar Konsens im CSU-Vorstand. Doch diese demonstrative Gelassenheit betrifft nur den CDU-Vorsitz und nicht die weitaus heiklere Frage nach der gemeinsamen Kanzlerkandidatur. Die sollte aus Sicht der Christsozialen noch eine Weile offenbleiben.

Lesen Sie hierzu auch:

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Umfrage von Civey anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Civey GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden.  –  Datenschutzerklärung

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.