Newsticker
RKI warnt vor Überschätzung von Selbsttests in der Pandemie-Bekämpfung
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Christian Eckl nahm über 40 Kilo ab: So hat er sich motiviert

Königsbrunn

21.01.2019

Christian Eckl nahm über 40 Kilo ab: So hat er sich motiviert

Früher hat das gepasst: Christian Eckl präsentiert eines seiner alten Hemden. Von 146 Kilogramm hat er sich auf knapp 100 heruntergearbeitet.
Bild: Tanja Eckl

Plus "Abnehmen beginnt im Kopf", sagt Christian Eckl. 2016 fing der gebürtige Gersthofer an, zu trainieren - mit 146 Kilo. Heute ist er über 40 Kilo leichter.

Neujahrsvorsätze sind ein schwieriges Thema. Christian Eckl sagt, bei allen Vorsätzen ist der eigene Kopf entscheidend, der Wille, etwas zu ändern. Er hat sich vor zwei Jahren vorgenommen, dass er von seinem Gewicht von 146 Kilo runter will. Mittlerweile steht er an der Grenze zur Zweistelligkeit.

„Mein Arzt hat ganz am Anfang gesagt: Abnehmen beginnt im Kopf“, sagt Eckl. Der eigene Wille ist das entscheidende Kriterium. Beim Abnehmen müsse man wissen, dass es lange dauert, dass man es für sich selbst macht, sagt der 34-Jährige: „Wenn ich vor zwei Jahren nicht angefangen hätte, würde ich heute 160 oder 170 Kilo wiegen.

Aber es hat Klick gemacht im Kopf.“ Geholfen habe, sich kleine Ziele zu setzen. Für das große Ziel brauche man immer wieder Etappen als Ansporn – den nächsten Kilo-Zehner zu erreichen zum Beispiel. Anfangs sei es extrem anstrengend gewesen, den „Riesen-Körper“ in Bewegung zu setzen, doch mittlerweile fühle sich der Sport gut an.

Nach zwei Jahren trägt Christian Eckl 40 Kilogramm Fett weniger mit sich herum

Die Resultate sprechen für sich. Von 146 Kilo hat sich Christian Eckl mittlerweile auf knapp 100 herunter gearbeitet. Er trägt 40 Kilogramm Fett weniger mit sich herum. „Über Weihnachten und Neujahr wurde gut aufgetischt, da habe ich das Ziel, unter die 100 zu kommen, nicht geschafft. Aber ich mache mir auch keinen Zeitdruck“, sagt Eckl. Im Urlaub und an den Feiertagen will er keine Kalorien zählen.

In den Tagen danach hat er aber wieder angefangen, seine Mahlzeiten aufzuschreiben, um den Überblick zu gewinnen. Auch ohne Zeitdruck hat er sein Ziel fest im Auge: Unter die 100-Kilo-Marke kommen und sich zwischen 90 und 95 Kilo einpendeln. „Früher war ich träge und faul, jetzt fühle ich mich wieder wohl mit meinem Gewicht. Das muss das Ziel sein, sagte mein Arzt am Anfang“, sagt Eckl.

Jetzt kann er wieder problemlos in normalen Läden einkaufen

Dinge, die ihm früher schwer fielen, gehen heute deutlich leichter von der Hand. Angefangen beim Treppensteigen bis zum sportlichen Programm. Zudem kann er jetzt wieder problemlos in normalen Läden einkaufen und nicht mehr in speziellen Internetshops mit Größen ab 3XL. „Jetzt ist mir XXL meistens zu weit. Kleidergröße L oder M brauche ich nicht. Aber man muss sagen, dass es jetzt deutlich leichter ist, schicke Sachen zu finden. Ich dachte früher oft: Das schaut ja aus wie ein Zelt.“

Christian Eckl arbeitet hart an seinem Ziel, 60 Kilo abzunehmen.
Bild: Adrian Bauer (Archiv)

Im Juli hat er nach der Arbeit noch insgesamt 400 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt, ins Fitnessstudio fährt er regelmäßig von seinem Wohnort Haunstetten in den Königsbrunner Süden. Er hat sein altes Hobby Inline-Hockey wieder angefangen: „Früher wäre ich nach der Arbeit viel zu müde gewesen, um noch Sport zu machen und hätte an der Konsole gespielt. Heute geht das ohne Probleme.“

Neues Ziel im Training: Eine 75 Kilometer lange Radtour

Für das kommende Jahr möchte er einfach so weiter machen. Mit den Trainern im Königsbrunner Fitnessstudio Fitz bespricht er regelmäßig neue Trainingspläne. Auf dem Rad hat er sich eine Tour zu seinem Cousin nach Peißenberg vorgenommen – was nicht nur wegen der 75 Kilometer Entfernung eine Herausforderung ist, sondern auch wegen der Steigungen.

Und beim Augsburger Firmenlauf peilt er eine Zeit unter 40 Minuten an. Im vergangenen Jahr schaffte er die 6,3 Kilometer in 47 Minuten: „Ich bin nicht alles gelaufen, sondern zwischendurch auch schnell gegangen. Aber dafür, dass ich erst Anfang Februar mit der Vorbereitung dafür angefangen hatte, war ich zufrieden.“ Als die FCA-Arena auf halber Strecke erreicht war, sei der innere Schweinehund auch überwunden gewesen, sagt er: „Ich hätte ja in jedem Fall zurück zum Start gemusst, da hat sich aufgeben nicht mehr rentiert.“

Sein Tipp, um abzunehmen: Gleichgesinnte suchen

Für diejenigen, die im neuen Jahr auch Pfunde verlieren wollen, hat er einen Tipp parat: Gleichgesinnte suchen. Er selbst bekam immer wieder durch Trainer neue Motivation und durch seine Facebookseite „Today it hurts, tomorrow it works – ein Pfundskerl nimmt ab“, wo er regelmäßig seine Fortschritte postet und Reaktionen bekommt. Nach einiger Zeit hat sich ein Bekannter angeschlossen, der ebenfalls einige Kilos loswerden wollte: „Wir haben uns durch das Training richtig gut angefreundet und mittlerweile kommt sogar seine Frau mit“, sagt Eckl. Der große Vorteil sei, dass man sich gegenseitig anstacheln kann, wenn einer mal keinen Bock auf Sport hat.

Sein Starttermin war nicht der 1. Januar, sondern der Geburtstag seiner verstorbenen Mutter, der 1. Oktober:„Aber ein Neujahrsvorsatz kann auch funktionieren, wenn man den Tag als Startschuss begreift“, sagt Eckl. Doch danach ist viel Kondition gefragt, körperliche ebenso wie geistige.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren