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Bayreuth

05.08.2015

Das Bayreuther Festspielhaus wird bald saniert

Nach den Sanierungsarbeiten, die nach dieser Saison beginnen, wird das Bayreuther Festspielhaus wieder in altem Glanz erstrahlen.
Foto: Daniel Karmann (dpa)

Gerüst und Plane verstecken seit einiger Zeit das berühmte Bayreuther Festspielhaus zum Schutz der Passanten. Doch nach dieser Saison beginnt die Sanierung des prächtigen Gebäudes.

 Nach dem Ende der diesjährigen Spielzeit beginnen die Renovierungsarbeiten am Festspielhaus in Bayreuth. Start ist an der Südfassade des weltberühmten Opernhauses, wie der kaufmännische Geschäftsführer der Festspiele, Heinz-Dieter Sense, sagte: "Wir hoffen, dass wir in zwei Jahren die Fassade saniert haben." Das Haus ist seit rund zweieinhalb Jahren eingerüstet, um zu verhindern, dass Teile der Fassade abbröckeln und Passanten gefährdet.

Das Gerüst ist von einer mit der Fassade bedruckten Plane verdeckt. Auch im Inneren des Gebäudes besteht Experten zufolge großer Sanierungsbedarf. Insgesamt wird mit Kosten von etwa 30 Millionen Euro gerechnet. Während der Arbeiten an der Fassade werde geklärt, was genau innerhalb des Festspielhauses saniert werden müsse, erläuterte Sense weiter. Hier gehe es beispielsweise um Fragen des Brandschutzes. Auch die Elektrotechnik müsse erneuert werden. Anfang 2016 habe man dann auch Klarheit über die Kosten. Die Frage sei dann: "Kommen wir mit 30 Millionen aus oder nicht?"

Nach dieser Saison beginnen die Renovierungsarbeiten im Festspielhaus

Insgesamt rechnet die Festspielleitung mit einer Sanierungszeit von bis zu acht Jahren. Denn gearbeitet werden kann nur, wenn nicht gerade geprobt oder gespielt wird. Die Kosten für die Bauarbeiten tragen der Bund, der Freistaat, die Stadt Bayreuth und die Mäzenatenvereinigung Gesellschaft der Freunde von Bayreuth.

Eine andere Großbaustelle in Bayreuth ist dafür in diesem Jahr beendet worden: Das Richard-Wagner-Museum hat nach Erweiterung und Sanierung seit Ende Juli wieder geöffnet. 20 Millionen wurden hier investiert.

Das Festspielhaus auf einer Anhöhe am Stadtrand gilt vor allem wegen seiner Akustik als weltweit einzigartig. Richard Wagner (1813-1883) ließ es errichten; Bayernkönig Ludwig II. leistete einen großen finanziellen Beitrag dazu. 1876 fanden hier die ersten Festspiele statt. Im Festspielhaus werden traditionell Wagners zehn Hauptwerke von "Der fliegende Holländer" bis "Parsifal" aufgeführt. dpa

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