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Kinofilm

06.03.2009

Der ewige Spuk "Hinter Kaifeck"

Die Schauspieler Benno Fürmann, Alexandra Maria Laraund Michael Gwisdek (liegend) spielen während der Dreharbeiten zum Kinofilm "KaifeckMurder".
Bild: dpa

Der Mystery-Thriller "Hinter Kaifeck" mit Benno Fürmann und Alexandra Maria Lara greift den historischen Mordfall aus dem Jahr 1922 auf. Es ist ein Spuk, der wohl nie vergehen wird. Von Manuela Mayr

Von Manuela Mayr

Ingolstadt - Es ist ein Spuk, der wohl nie vergehen wird. Die sechs Toten von Hinterkaifeck, einem Einödhof in der Nähe von Schrobenhausen, finden einfach keine Ruhe.

Drei neue Filme werden den gruseligen Kriminalfall aus dem Jahr 1922 in den nächsten Monaten aufgreifen - der erste feiert bereits am kommenden Mittwoch in Ingolstadt Deutschlandpremiere: "Hinter Kaifeck" ist der Titel des Mystery Thrillers mit Benno Fürmann und Alexandra Maria Lara in den Hauptrollen.

Einheimische Zuschauer werden schon durch die leichte Abwandlung des historischen Ortsnamens darauf eingestimmt, dass bei der Bearbeitung des Stoffs Fantasie im Spiel ist. Der Fotograf Marc (Benno Fürmann) ist mit seinem Sohn Tyll (Henry Stange) auf der Suche nach dem urtümlichen Bayern und quartiert sich deshalb in einem kleinen Dorf in einer Pension ein. Dort wird er in den Bann des ungeklärten Verbrechens gezogen.

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Das Gehöft, das schon bald nach dem Mord abgerissen worden war, ist ein Schauplatz des Geschehens. Mit den Fakten des Falls nimmt es Produzentin Monika Raebel auch sonst nicht so genau, obwohl sie auf das erste Buch von Peter Leuschner zurückgreift, dessen Filmrechte sie schon 1998 erworben hatte.

Im Film überlebt ein Baby das Massaker auf dem Einödhof und stellt einen Bezug zur Gegenwart und zu der sympathischen Pensionswirtin Juliana (Alexandra Maria Lara) her.

Der Autor, der die Vorlage geliefert hatte, ist über deren freie Auslegung nicht traurig. "Es sei ein interessanter Versuch, den historischen Stoff neu aufzubereiten." Er hat sein Werk aus dem Jahr 1997 pünktlich zur Premiere als Taschenbuch neu aufgelegt, damit Interessenten nachlesen können, "wie es wirklich war".

Zwei weitere Produktionen zum Thema werden im Herbst zu sehen sein. Die Verfilmung des mit vielen Preisen ausgezeichneten Romans "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel soll am 19. November in die Kinos kommen.

In einer Dokumentation, für die im März die Dreharbeiten beginnen, will zudem der aus Pöttmes (Kreis Aichach-Friedberg) stammende Regisseur und Filmemacher Kurt Hieber "Die wahre Geschichte hinter Tannöd - Hinterkaifeck" erzählen. Hieber, der bereits 1991 für das ZDF einen Dokumentarfilm gedreht hatte, verarbeitet diesmal die Recherchen der Polizeifachhochschule Fürstenfeldbruck aus dem vorigen Jahr.

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