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25.05.2019

Diesmal steht Europa im Fokus

Anna Schudt mit der begehrten Trophäe, dem blauen Panther.
Bild: Hase, dpa

Die Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises hatte eine spürbar politische Note. Anna Schudt und Jan Josef Liefers beste Schauspieler

Beste Regie oder beste Schauspielerin? Nicht doch. Im Rampenlicht stand bei der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises im Münchner Prinzregententheater am Freitag vor allem Europa. Schon zu Beginn forderte Moderator Christoph Süß die Zuschauer auf, an der Wahl am Sonntag teilzunehmen. Kurz darauf sangen vier Frauen eine Laudatio in Bademänteln, auf deren Rückseiten Europaflaggen prangten. Auch in vielen Dankesreden wurden die ausgezeichneten Fernsehkünstler politisch. Gero von Boehm, 65, der als Produzent und Regisseur von „Exodus? Eine Geschichte der Juden in Europa“ geehrt wurde, fand besonders deutliche Worte: „Es kann nicht sein, dass es in diesem Land Parteien gibt, die eindeutig antisemitische und rassistische Tendenzen aufweisen.“ Mit Blick auf die Europawahl am Sonntag bat er: „Bitte gehen Sie alle zur Wahl und wählen Sie richtig.“

Etwas weniger bedeutungsschwer ging es bei der Verleihung des Ehrenpreises zu. Sichtlich gerührt nahmen die Wepper-Brüder die Auszeichnung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) entgegen. Dieser hatte vorab gelobt, dass Elmar und Fritz Wepper ihrer bayerischen Heimat immer wieder ein liebevolles Denkmal gesetzt hätten: „Als authentische Botschafter Bayerns sind sie ihren Wurzeln immer treu verbunden und verkörpern die enorme Bandbreite unseres Freistaats.“ Die begehrten Preise in der Kategorie beste Schauspielerin und bester Schauspieler ging an Anna Schudt, 45, in „Aufbruch in die Freiheit“ und Jan Josef Liefers, 54, in „Arthurs Gesetz“.

Schon seit 1989 würdigt die Bayerische Staatsregierung herausragende Leistungen der Fernsehbranche mit dem Bayerischen Fernsehpreis. In diesem Jahr wurden 13 Preise vergeben. Das Preisgeld beläuft sich auf 110000 Euro. (dpa)

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