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E-Tretroller
19.08.2019

Rollerkoller: Wie München und Augsburg unter den E-Scootern ächzen

Viele Fahrer von E-Scootern halten sich nicht an die Verkehrsregeln. Städte wie München und Augsburg stellt das vor große Probleme.
Foto:  Sven Hoppe, dpa

Plus Die einen sind begeistert von den E-Scootern. Die anderen ärgern sich über die Gefährte, die in der Gegend herumliegen. Wie soll man da bitte Ordnung schaffen?

Recht sicher wirkt der Mann, wie er auf seinem E-Scooter steht, an die rote Ampel fährt und abbremst. Ein Stück hinter halb rollt seine Begleiterin. Langsamer, etwas wackeliger, den Blick starr auf die Fahrbahn gerichtet und die Hände fest an den Lenker des elektrischen Rollers gekrallt. Er deutet quer über die Kreuzung hin zu den Pinakotheken in München, zieht mit seinem Arm Kreise durch die Luft, als würde er ihr den Weg erklären. Sie folgt der Bewegung und nickt mehrmals.

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Die Diskussion ist geschlossen.

19.08.2019

Die sharingindustrie nutzt die populär-linke Idee des Kollektiveigentums; da wird Kritik zum politischen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Man muss nur mal nachlesen, wie hier im linksliberalen Zentralorgan argumentiert wurde:

https://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/wie-gelangen-wir-endlich-zur-e-scooter-gerechten-stadt-kolumne-a-1277730.html

>> Wir stehen am Beginn der Mikromobilität, und das Geschimpfe der Leute, das mediale Getöse, die politischen Wirren um E-Scooter sind nichts als Gewohnheitsposen der Gegenwehr. <<

Da steht man gleich neben den Klimaleugnern und Rechtspopulisten - als winkt man den Mist halt durch.

>> Jeder Meter, der mit E-Scootern oder Fahrrädern zurückgelegt wird, erhöht den Druck auf das Transportsystem "eigenes Auto" <<

Also bitte, da ist nun jeder Widerstand gebrochen - Druck auf das System Auto - was will man mehr?

Verkehrsminister Scheuer war einfach zu doof die ideologischen und funktionellen Mängel der E-Scooter zu erkennen und abzufangen.

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19.08.2019

Tja, so viele Problem und das, obwohl man die zulässige Benutzung von Gehwegen von auf 12 km/-h gedrosselten E-Scootern gerade noch abwenden konnte. So weiß man wenigstens, dass der Scooter, der einen als Fußgänger beinahe über den Haufen gefahren hätte, da gar nicht fahren darf, sonst hätte man es nur vermuten können. Ist doch eine wesentliche Verbesserung, oder? ;-)

Der Scooter wurde uns aufgeschwatzt als ein Fahrzeug, das helfen würde, Autofahrer zum Umsteigen auf den ÖPNV zu animieren. Tatsächlich entpuppt er sich, wie von Pessimisten stets geunkt, als Fun-Fahrzeug, mit dem man mal ein wenig Spaß haben kann (oft und gerne in angetrunkenem Zustand, wenn das Laufen noch mühsamer wird als sonst), als Touristenfortbewegungsmittel, was für diese sicher eine deutliche Erleichterung darstellt, für die Einnahmenseite des ÖPNV aber eher negativ sein dürfte und für Leute, die in der Innenstadt wohnen und nun statt ein paar Schritte zu Fuß zu gehen, so einen hippen Roller ausleihen. Wo man die Kosten für kurze Fahrten bei Straßenbahn und Bus stets beklagt, scheinen diese für die Leih-Scooter kein Problem darzustellen.

Was mir aufstößt: Warum müssen diese Dinger nicht über Blinker verfügen - diese wären am Rand der Griffe und hinten neben dem Kennzeichen durchaus möglich? Warum hat man sich nicht im Vorfeld Gedanken zu den Abstellmöglichkeiten der Fahrzeuge gemacht und wie sie ohnehin benachteiligten Personengruppen (Blinde, Schwerbehinderte, Menschen mit Rollstühlen und Rollatoren) nicht das Leben zusätzlich schwer machen? Warum gelten die Abstellregeln analog zum Fahrradverkehr, wenn die Scooter doch Fahrzeuge sind? Warum wurde nicht wenigstens für Miet-Scooter, die regelmäßig nicht in Bus und Tram transportiert werden, Mindestgrößen für die Räder vorgeschrieben, so dass das Fahrverhalten insgesamt sicherer würde?

Fragen über Fragen.

Dass über Winter ein paar Probleme auf Eis gelegt werden ist gut möglich aber kurzsichtig. Es wird ja wieder Frühjahr und Sommer und Klimawandel ist auch noch.

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