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Ernährung
12.06.2019

Multiresistente Keime bei Hähnchen: SPD fordert häufigere Kontrollen

Hähnchenfleisch in Bayern soll nach dem Willen der SPD häufiger kontrolliert werden.
Foto: Britta Pedersen, dpa (Symbolbild)

Hähnchenfleisch wird in Bayern alle zwei Jahre auf multiresistente Keime kontrolliert. Die SPD sieht eine Gefahr und fordert häufigere Kontrollen.

Hähnchenfleisch wird in Bayern gemäß eines durch den Bund gewählten Stichprobenschlüssels nur alle zwei Jahre auf antibiotikaresistente Erreger untersucht. Dies geht aus einer Antwort des Verbraucherschutzministeriums auf eine Anfrage der SPD im Landtag hervor. Zusätzliche eigene Untersuchungen zu den Stichprobenplänen des Bundes finden demnach nicht statt. Der Staatsregierung zufolge wurden 2018 bei 41 Toten in Bayern multiresistente Keime nachgewiesen.

"Offensichtliche Gefahr für die Bevölkerung"

Für den verbraucherschutzpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Florian von Brunn, ist dies ein nicht tragbarer Zustand: "Die Staatsregierung muss umgehend dafür sorgen, dass die Lebensmittelüberwachung regelmäßig Geflügel- und andere Fleischprodukte auf antibiotikaresistente Keime kontrolliert", sagte er in München. Wenn nötig, brauche es auch mehr Kontrollpersonal. Da das Robert-Koch-Institut zum Schutz vor Keimübertragungen für die Zubereitung von Geflügel das Tragen von Einmalhandschuhen empfiehlt, sieht von Brunn "eine offensichtliche Gefahr für die Bevölkerung".

Mitte April hatte die Umweltorganisation Germanwatch bei Hähnchenfleisch aus Billig-Supermärkten in rund jeder zweiten Stichprobe (56 Prozent) antibiotikaresistente Keime gefunden. (dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

12.06.2019

Im Strassenverkehr gibt es ca 4000 Verkehrstote(Bei vernünftiger Fahrweise könnten es weniger sein) dafür werden MRD. aufgewendet und diese Zahl zu reduzieren, wenn aber über 33.000 Menschen durch Antibiotikaresisdenz sterben, juckt das von den Politikern keinen, warum wohl; Weil mit der Pharmaindustrie MRD verdient werden und diese Firmen sehr viel Einfluss in der Politik haben. Wieso kann sich die Politik nicht mit einem Verbot von Antibiotika zum verfüttern in der Tiermast durchsetzen! Die Lobbyisten haben das sagen und nicht die Politiker, so korrupt gehts in Deutschland zu.

12.06.2019

Aktuell werden die letzten Reserve-Antibiotikas in der Tierhaltung eingesetzt. Die logische Folge ist, dass es künftige Keime gibt, die gegen alle Antibiotika resistent sind. Es sterben jetzt offiziel bereits jährlich über 33.000 Menschen in der EU, davon knapp 2.400 Deutschland an die MRS-Keime in Krankhenhäusern. Wenn die letzten wirksamen Antibiotikas noch dank der Anwendung in der Tierhaltung unwirksam werden .... vielleicht fallen dann die Mietpreise wieder.

12.06.2019

Der beste Kommentar, welchen ich seit langem gelesen habe! So lustig das auch klingt, so traurig wahr ist es dann wahrscheinlich...

12.06.2019

Die ewige gleiche Forderung nach Kontrollen - doch wer kontrolliert? Kein Mensch! Erst wenn die Kakke am Dampfen ist wird scheinbar fieberhaft nach Schuldigen gesucht, die meist sogar im eigenen Haus sitzen. Dann ist wieder Pause bis zum nächsten Schlag.
Wieder einmal ist die großzügige Verwendung von Antibiotika das Thema. Kein Wunder, dass man bei dieser Tierhaltung ständig mit Seuchen zu rechnen hat. Trotzdem passiert nichts, weder in der tierquälerischen Haltung noch im Verbrauch von entsprechenden (unwirksamen) Medikamenten. Täglich wird das verseuchte Zeug in Unmengen verarbeitet und gefressen aber nur alle zwei Jahre kontrolliert. Einfach nur pervers und absurd das ganze Spiel auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung!

12.06.2019

Man kann es nicht treffender beschreiben. Dieses politische Gelaber glaubt doch eh kein Mensch mehr. Und die EU fördert dazu diese Massentierhaltung auch noch.

12.06.2019

Wir haben eine Bundesministerin, die auf reine Freiwilligkeit setzt und die Senkung von Zucker in Fertigprodukten einer Firma noch groß lobt und damit für diese Firma wirbt, statt Ihren Job zu machen. Da braucht es gar keine fehlgeleitete EU-Förderung von Massentierhaltung zur billigen Lebensmittelproduktion. Acuh muss man sich Fragen, wer in der EU auf die Förderung drängt bzw. will.

12.06.2019

Gab es schon mal einen Landwirtschaftsminister der die Interessen der Verbraucher vertrat?