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Familie
23.09.2019

Ehrentag für Omas und Opas: Großelterntag sorgt für gemischte Reaktionen

Über 21 Millionen Menschen in Deutschland sind Opa oder Oma.
Foto: Arne Dedert, dpa (Symbolbild)

Wie Vater- und Muttertag sollen Großeltern nach dem Willen von Ministerpräsident Söder einen eigenen Ehrentag bekommen. Das löst nicht nur positive Reaktionen aus.

Die Idee zum neuen bayerischen "Großelterntag" kommt weitgehend gut an. "Es gab vermehrt, überdurchschnittlich viele Reaktionen, die uns sowohl über Facebook, als auch durch direkte Zuschriften erreichten", sagte Andreas Reidl vom Portal grosseltern.de mit Sitz in Düsseldorf.

"Endlich werden auch mal die Großeltern geehrt"

Zu Ehren der Omas und Opas hatte das Kabinett auf Vorschlag von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor Kurzem entschieden, dass es in Zukunft einmal im Jahr einen "Großelterntag" geben soll, heuer am 13. Oktober. In München soll es ein Familienfest geben.

Bei den direkten Zuschriften überwiegen laut Reidl die positiven Reaktionen wie "Endlich werden auch mal die Großeltern geehrt". Bei Facebook habe es Kommentare nach dem Motto gegeben "So etwas habe ich dem konservativen Bayern nicht zugetraut, warum kommen andere Bundesländer nicht auf diese Idee?". Aber es hätten sich auch kritische Stimmen gemeldet: "Das ist Unsinn, so etwas braucht es nicht, bei uns ist immer beziehungsweise immer an einem speziellen Tag Oma/Opa-Tag" oder "Danke Herr Söder, aber noch besser wäre es, wenn die Enkelbetreuungszeiten auf die Rente angerechnet werden würden".

Rund 21 Millionen Deutsche sind Großeltern

Reidl erklärte, ein Ehrentag sei wertvoll, "auch um die unsichtbare Masse der Großeltern mehr in den gesellschaftlichen Fokus zu stellen". Das seien rund 21 Millionen Menschen in Deutschland, die zusammen fast vier Milliarden Stunden pro Jahr für ihr Enkelkind aufwenden, rechnete er unter anderem auf Basis von Angaben des Deutschen Zentrums für Altersforschung vor.

Ein weiterer Aspekt sei, dass Großeltern ein Wirtschaftsfaktor sind. Sie geben Reidl zufolge rund sechs Milliarden Euro pro Jahr für Geschenke für die Enkelkinder aus. "Hinzu kommen die Ausgaben für gemeinsame Unternehmungen und/oder gemeinsamen Urlaub." Damit sicherten Omas und Opas auch viele Arbeitsplätze. (dpa)

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23.09.2019

Wie wäre es mit einer Einmalzahlung pro Jahr, am "Opa und Oma- Tag", aber Netto ??
200 € wären schon angemessen !!!
Die Opas und Omas ermöglichen eh dass ihre Kinder in die Arbeit gehen können !!!

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23.09.2019

Der Markus sollte auch mal an die Schwiegermütter denken . . .

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12.10.2019

Haha, Omas sind auch Schwiegermütter und Opas sind auch Schwiegerväter, Haha ! Oma und Opa werden von den Enkelkindern am meisten geehrt !

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13.10.2019

@ ALBERT GROSS

"Haha, Omas sind auch Schwiegermütter und Opas sind auch Schwiegerväter, Haha !"
Meistens trifft das noch zu. Bei den vielen Patchwork-Familien schon nicht mehr.

"Oma und Opa werden von den Enkelkindern am meisten geehrt !"
Kein Wunder. Nicht immer zur Freude der Eltern wird der Nachwuchs von denen häufig auch verhätschelt und verzogen.

Tatsächlich kämen viele Familien ohne das Engagement der Großeltern bzw. wenigstens eines Teils davon nicht über die Runden.
Wenn die körperlichen Beschwerden zunehmen, die Kräfte nachlassen und es an's Sterben geht sind Opa und Oma dann leider sehr oft allein. Weil sich unter dem Druck der gesellschaftlichen Verhältnisse die Familienverbände aufgelöst haben.

Statt einmal mehr Schaufensterpolitik zu betreiben, wäre den Omas und Opas mehr gedient, wenn die Politik sich stärker um die Verbesserung der Situation in den Alten- und Pflegeheimen kümmern würde.



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14.10.2019

Danke für den Dialog ! Schaufenster-Politik kann es aber nicht sein ; was wäre wenn Oma und Opa nicht präsent wären ? Dann übernehmen Fernseher, Smartphone und PC`s das Verziehen und Verhätscheln ; das wäre gut für Schaufenster-Konsum ! Was Patchwork-Alltag ist, so einen Einblick haben wir als Pflegeeltern gesammelt. Dass dies von den sogenannten fremden Kindern geschätzt wurde, sehen wir daran, dass noch einige(schon Erwachsene) weiterhin Kontakt pflegen. Das ist richtig analysiert, dass die Familienverbände sich auflösen, denn Einzelgänger seien die besseren Konsumenten, sagte mal ein Industrievertreter. Deshalb werden die äußeren Zwänge über die Gesetze gesteuert und wir können es politisch kaum beeinflussen, egal wie bunt die Regierung auch sein möge.

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14.10.2019

@ ALBERT GROSS

Danke auch!

" . . . wir können es politisch kaum beeinflussen, egal wie bunt die Regierung auch sein möge"

Auch da gebe ich Ihnen zu einem guten Teil recht.
Nur noch ein kleiner Hinweis: Schwarz ist nun mal keine Buntfarbe. Da ändert auch der kleine Schuss Orange nix.
Ein wenig bunter täte Bayern gut.
Dass der Söder von Schaufenster-Politik viel versteht, werden Sie doch nicht bestreiten.

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14.10.2019

Ein politisches Vermächtnis !
Beachtenswerte 55 Jahre Erfahrungswissen eines Basismitgliedes!
Zum 100jährigen Jubiläum der Weimarer Verfassung und zum 70jährigen
Jubiläum des Grundgesetzes ist dieses Vermächtnis aufgeschrieben worden.
Da zur Zeit wieder Kommunalwahlen anstehen, wurde ich wieder einmal aktiv
um für das Kommunalwahlrecht, das Beste aller Wahlmöglichkeiten zu werben.
Es wird ständig nach der Sitzplatzbegrenzung und der Parität von Frau und
Mann in den Parlamenten der Länder und des Bundes nachgefragt. Dabei wäre
unser Kommunalwahlrecht, auch bei Wahlen in den Ländern und im Bund, das
beste Spiegelbild des Wähler/Innenwillens, wenn der politische Wille dazu und
zu einer Weiterentwicklung der Demokratie bestehen würde ; denn ich verspüre
eher eine Tendenz dieses Recht sogar in der Kommune aufgeben zu wollen, mit
dem lapidarem Argument : Zu Kompliziert ! Als ob im IT-Zeitalter nicht alles
machbar wäre, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen ! Durch das
Kumulieren und Panaschieren hätten wir zukünftig echte Abgeordnete und
bräuchten keinen Fraktionszwang mehr. Wenn Bewerber/innen einer anderen
Region auch meinem Vertrauen entsprechen, dann möchte ich auch jene, mit
gehäufelten Stimmen, begünstigen können. Defacto hatten wir nur bisher
demokratische Funktionäre und durch den Fraktionszwang verbeamtete
Parlamentarier/innen ; denn dies ist vergleichbar mit einen Hofstaat wie es ihn
zur Zeit von Monarchien auch gegeben hat. Die Definition von Demokratie ist
aber meines Wissens immer noch : „Die Macht geht vom Volke aus!“ Dazu
haben die Parteien den grundgesetzlichen Auftrag erhalten, zur allgemeinen
Willensbildung beizutragen und nicht aus Bequemlichkeit die öffentliche
Meinungsführerschaft klammheimlich zu privatisieren.
Wenigstens um Ihre Mundwerbung bitte ich Sie herzlich,
Albert Groß

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