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Flüchtlingspolitik
14.11.2015

Rotes Kreuz fordert mehr Unterstützung vom Staat in Flüchtlingskrise

Tausende freiwillige Helfer sind seit Monaten im Einsatz, geben Essen aus, leisten medizinische Hilfe, sortieren Kleidung. Der Staat soll sie mehr unterstützen, fordert das BRK.
Foto: Benjamin Reif

Tausende freiwillige Helfer sind seit Monaten in der Flüchtlingskrise im Einsatz - und müssen dafür Verdienstausfälle im Job hinnehmen. Das muss sich ändern, fordert das Rote Kreuz.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) verlangt vom Staat mehr Unterstützung seiner freiwilligen Helfer in der Flüchtlingskrise. "Ohne die Hilfe der Ehrenamtlichen geht es nicht", sagte BRK-Präsident Theo Zellner bei der Landesversammlung des Verbandes am Samstag in Schrobenhausen. "Der Verdienstausfall unserer Helfer muss vollständig ausgeglichen werden." 3800 ehrenamtlich Tätige leisteten nach seinen Worten seit Sommer 2014 an die 150 000 Arbeitsstunden für Migranten. Dafür fehlten sie oft am Arbeitsplatz und müssten ein Minus bei Lohn oder Gehalt hinnehmen.

Flüchtlingskrise: Vorallem an der Grenze zu Österreich fehlt es an Helfern

Vor rund 400 Delegierten umriss Zellner die Hilfeleistungen seiner Mitarbeiter für Migranten: Essens- und Kleiderausgabe sowie Unterstützung auf dem Weg in die Gemeinschaftsunterkünfte in ganz Deutschland. "Viele brauchen medizinische Hilfe", fügte der Präsident hinzu. "Ohne das humanitäre Engagement des BRK ist der tägliche Ansturm der Flüchtlinge in den Grenzregionen mit Tausenden von Menschen nicht zu verkraften." Gefordert sind die Helfer vor allem an der bayerisch-österreichischen Grenze, wo praktisch alle Asylbewerber ankommen.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Zellner auch auf den Einsatz des BRK beim G7-Gipfel Anfang Juni auf Schloss Elmau ein. Dabei wurde eine Nachwuchskampagne zur Werbung ehrenamtlicher Helfer im Katastrophenschutz vorgestellt, die bald erste Früchte tragen soll. Das BRK ist einer von 19 Landesverbänden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). In 5 Bezirks- und 73 Kreisverbänden sind in Bayern 130 000 aktive Mitglieder ehrenamtlich tätig. Zu der Hilfsorganisation gehören auch Bergwacht und Wasserwacht. dpa/lby

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