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Franz Josef Strauß
22.08.2015

Kassierte Strauß Schmiergeld? Bericht über belastende Akten

Franz Josef Strauß, aufgenommen beim CSU-Parteitag 1985 in München.
Foto: Frank Mächler, dpa/lby

Bislang unbekannte Akten sollen nach einem Bericht des "Spiegel" belegen, dass sich Franz Josef Strauß über Jahre mittels einer Briefkastenfirma von Unternehmen habe schmieren lassen.

Das berichtet das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf den Politikwissenschaftler und Journalisten Peter Siebenmorgen, der auch Autor einer Biografie über den 1988 gestorbenen früheren Bundesverteidigungs- und Bundesfinanzminister sowie bayerischen CSU-Ministerpräsidenten ist. Die Liste der Zahler reiche von BMW und Bertelsmann über Daimler-Benz und Dornier bis zu Unternehmen des Flick-Imperiums und der Taurus-Film GmbH des Medienmoguls Leo Kirch.

Siebenmorgen räumt dem Spiegel zufolge aber ein, dass sich „die Geschichte einstweilen nur bruchstückhaft rekonstruieren“ lasse. „Denn mit Ausnahme eines gut gefüllten Aktenordners“ sei „jegliche schriftliche Hinterlassenschaft vernichtet, verschollen oder besonders gut versteckt“. Hinweise auf Korruption im engen, strafrechtlichen Sinne fänden sich nicht, heißt es.

Bei der Briefkastenfirma soll es sich um das Eureco Büro für Wirtschaftsberatung GmbH und Co. KG handeln, das 1964 von Strauß, seiner Gattin Marianne und dem Rechtsanwalt Reinhold Kreile gegründet wurde. Dieser soll mit einer Treuhand-Konstruktion dafür gesorgt haben, dass der Name Strauß im Zusammenhang mit Eureco nirgendwo auftauchte, heißt es weiter. Allein von 1964 bis 1968 sollen sich die Zahlungen der Unternehmen an das Büro auf 490.892 Mark addiert haben. „Echte Gegenleistungen erhielten die Firmen für ihr Geld offenbar nicht“, schrieb Spiegel Online. wida

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