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Ganz große Liebe
22.08.2009

Heiratsantrag aus 150 Strohballen

"Willst mich heiraten?"
Foto: dpa

Ein Bauerssohn aus dem oberbayerischen Pettling hat seiner Freundin den vermutlich größten Heiratsantrag des Jahres gemacht.

Mit 150 gepressten Strohballen hat Markus Schmidt die unübersehbare Botschaft "Willst mich heiraten" in ein Feld geschrieben. Der romantische Riesen-Antrag in dem Weiler nahe Großmehring (Landkreis Eichstätt) hatte Erfolg, wie Schmidt am Samstag berichtete.

Seine Freundin Corinna Pesl las die 70 Meter lange Botschaft beim Blick aus dem Schlafzimmerfenster - und sagte "Ja".

"Sie hat sich unheimlich gefreut", sagt Schmidt über seinen Antrag, über den bereits der "Donaukurier" und örtliche Medien berichteten. Die Strohballen habe er aus dem elterlichen Betrieb, in dem die Ballen professionell gepresst werden. Jeder Ballen wiegt 300 Kilogramm, jeder Buchstabe ist 3,50 m hoch.

Nachdem einige Freunde aus dem Ort bereits spektakuläre, etwa in Maisfelder und Wiesen gemähte Heiratsanträge gestellt hatten, wollte sich der 27-Jährige für seine gleichaltrige Freundin auch etwas Besonderes einfallen lassen.

Dem Audi-Angestellten, der oft auf dem Hof seiner Eltern aushilft, kam die Idee mit den Strohballen eines Tages "ganz automatisch".

Am Mittwoch schließlich ergab sich nach vier Monaten des Wartens die günstige Gelegenheit: Während seine Angebetete bei der Arbeit in einer Buchhandlung war, schuftete Schmidt mit der Hilfe seines jüngeren Bruders und zweier Traktoren sechs Stunden lang, bis der Antrag fertig war.

Erst am nächsten Morgen zeigte Schmidt, der mit seiner Freundin seit neun Jahren zusammen ist und seit einem Jahr in einem Haus neben dem Grundstück seiner Eltern wohnt, dieser sein Werk - nicht ohne davor auf die Knie gesunken zu sein: "Zuerst habe ich ganz klassisch gefragt", sagte Schmidt.

Das Paar will noch im Herbst standesamtlich heiraten, die kirchliche Trauung soll nächstes Jahr folgen. Die Strohballen bleiben noch ein paar Tage stehen - als romantisches Fotomotiv.

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