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Grab mit SS-Runen
12.05.2015

Streit um Grab für SS-Angehörige: Pfarrerin verlässt Gemeinde

Ein Friedhof ist ein Ort der Trauer. Der Streit über SS-Runen auf einem Grab sorgte in Offenhausen nun aber dazu, dass eine evangelische Pfarrerin sich versetzen lies.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Ein SS-Grab in Offenhausen ist der Pfarrerin ein Dorn im Auge. Der Bürgermeister spricht von einem "zeitgeschichtlichen Denkmal". Jetzt verlässt die Geistliche die Gemeinde.

Nach der Auseinandersetzung um ein Grab für SS-Angehörige auf dem Friedhof von Offenhausen (Landkreis Nürnberger Land) verlässt die zuständige Pfarrerin nun die Gemeinde. Das teilte der evangelische Nürnberger Regionalbischof Stefan Ark Nische am Dienstag mit. 

Bis vor kurzem waren auf dem umstrittenen Grab SS-Runen und kriegsverherrlichende Inschriften eingraviert. "Vor zwei Jahren ist es nochmal saniert worden, dahinter stand ein Holzkreuz mit Stahlhelmen. Auch frische Blumen lagen immer wieder auf dem Grabstein", betonte Ark Nische.

Die evangelische Seelsorgerin Barbara Meister-Hechtel, die sich jetzt versetzen lässt, hatte sich immer wieder für eine Kommentartafel oder eine vollständige Entfernung eingesetzt - gegen den Widerstand von Bürgermeister Georg Rauh (parteilos), der das Grab als "zeitgeschichtliches Denkmal" erhalten will.

Der Kirchenvorstand steht nach Auskunft des Regionalbischofs hinter der Geistlichen, das weitere Vorgehen bezeichnete er aber als "mühsam". dpalby

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