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300 Feuerwehrmänner im Einsatz

26.05.2008

Großbrand in Recyclingbetrieb - Millionenschaden in Ulm

brand ulm
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Großbrand in Ulmer Recyclingbetrieb.
Bild: Willi Schmid

Ein spektakulärer Großbrand in einem Ulmer Recyclingbetrieb hat die Feuerwehr auf Trab gehalten. Aus bisher unbekannter Ursache ist in der Nacht zum Montag erheblicher Sachschaden entstanden. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

Ulm (dpa) - Bei einem Großbrand in einem Ulmer Recyclingbetrieb ist in der Nacht zum Montag erheblicher Sachschaden entstanden. Bei den folgenden Löschmaßnahmen wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt und musste ärztlich behandelt werden.

Der Brandort sieht aus wie ein Schlachtfeld. Dichte Rauchschwaden hingen bis zum Abend über dem Gelände, die Fahrzeugestanden bis zu den Achsen in einer Brühe aus Müll und Löschwasser.

Der Brand wurde von einem Beschäftigen der Firma im Industriegebiet Donautal entdeckt. Gleichzeitig mit ihm meldeten zahlreiche Zeugen den Brand. Als Feuerwehr und Polizei bei der Firma eintrafen, stand eine Lagerhalle bereits in Flammen. Das Feuer griff schnell auf Papierballen über, die auf dem mehrere tausend Quadratmeter großen Firmengelände lagerten.

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Der Feuerwehr gelang es durch ihren schnellen und massiven Einsatz, eine benachbarte Halle vor dem Brand zu schützen. In dieser Halle waren Brennstoffe gelagert, die aus den Abfällen hergestellt wurden. 300 Feuerwehrleute aus Ulm und Neu-Ulm, unterstützt von den Wehren aus Ehingen, Laichingen und Blaustein, bekämpften die Flammen und schützten die benachbarten Firmen.

Die Polizei sperrte den Brandort weiträumig ab, was auf den Straßen rund um das Donautal zu leichten Verkehrsbehinderungen führte. Mehrere Streifen forderten in Grimmelfingen, Einsingen und Donautal die Bewohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Dank des starken Ostwindes wurde der Rauch von der Ulmer Innenstadt weggetrieben. Er stieg steil nach oben und wurde in Richtung des Alb-Donau-Kreises davongetragen. Die Feuerwehr führte sowohl an der Brandstelle als auch entlang des Rauches Messungen durch. Gefährliche Konzentrationen wurden jedoch nicht festgestellt.

Die Ulmer Rettungsdienste, die ebenfalls mit starken Kräften am Einsatzort waren, mussten bis 23 Uhr einen Feuerwehrmann ärztlich behandeln, der sich leicht verletzt hatte. Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, der Leiter der Ulmer Staatsanwaltschaft, Dr. Wolfgang Zieher, und der Leiter der Polizeidirektion Ulm, Kriminaldirektor Karlheinz Keller, informierten sich vor Ort über die Lage und die getroffenen Maßnahmen.

Die Kriminalpolizei nahm noch am Brandort die ersten Ermittlungen zur Brandursache auf. Bislang liegt kein konkreter Hinweis auf eine mögliche Brandursache vor.

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