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Pressestimmen

24.11.2017

Horst Seehofer und die CSU: "Entscheidung? Verschoben"

Ministerpräsident Horst Seehofer spricht im bayerischen Landtag in München.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Der Tag der großen Entscheidung wurde verschoben - Horst Seehofer lässt offen, welche Pläne er für die Partei und für den Posten des Ministerpräsidenten hat. Die Pressestimmen.

" Seehofers Spiel auf Zeit: (M)ehrere CSU-Spitzenpolitiker (hatten) zuletzt betont, Seehofer sei angesichts der unklaren Lage in Berlin nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen in der Hauptstadt unverzichtbar. Söder betonte nach der Fraktionssitzung am Mittag, es gebe den klaren Willen, am Ende miteinander und geschlossen zu guten Ergebnissen zu kommen. Eine Lösung gegen Söder gilt weiterhin als unwahrscheinlich, weil sich damit wohl keine Ruhe in der Partei herstellen ließe." faz.net

"Seehofer kämpft bis zuletzt: Seehofer gegen Söder: Dieser Kampf elektrisiert die CSU seit Jahren. Am Donnerstag, so hoffen Söders Leute, könnte eine Entscheidung fallen. Die BR-Meldung schließt zunächst jedoch die Reihen. Egal ob Söders oder Seehofers Leute: Alle dementieren die Falschmeldung sofort mit Handynachrichten aus der Sitzung: 'Totaler Quatsch', schreibt jemand. 'Unsinn', ein anderer." süddeutsche.de

"Seehofers fauler Zauber: Wer es, so wie der Ingolstädter gestern vor der Fraktion, ohne rot zu werden schafft, die Worte "einvernehmlich", "Harmonie", "Kameradschaft" und "CSU" im selben Satz unterzubringen, auf dessen Dienste kann im Freistaat und darüber hinaus auch künftig nicht verzichtet werden." merkur.de

"Seehofer verschafft sich Zeit: Er gehe davon aus, dass es "über kurz oder lang" zu einer Teilung der Ämter des Ministerpräsidenten und des Parteivorsitzenden komme, sagte (der frühere CSU-Parteivorsitzende Erwin) Huber im ZDF-Morgenmagazin. Wer die Positionen aus seiner Sicht übernehmen sollte, verriet er nicht. Zugleich mahnte er die Partei zur Geschlossenheit: "Alle müssen sich zusammenraufen." zeit.de

Horst Seehofer hatte angekündigt, dass am Abend alles klar sei

"Stoiber und Waigel sollen CSU-Chaos beenden: Spätestens in den kommenden zwei Wochen muss Klarheit herrschen", heißt es aus der Fraktion – andernfalls werde der Parteitag zum Desaster. CSU-Urgestein Peter Gauweiler kritisiert gegenüber Bild Seehofers Vorgehen: "Bei allem Respekt, wir sind keine Oligarchen-Partei! Ob Markus Söder oder wer auch immer die CSU führen soll, müssen die Mitglieder entscheiden." bild.de

"Nichts ist klar: Seine persönliche Zukunft ließ er in seinem Eingangsstatement allerdings offen. Unklar blieb also auch, ob Seehofer weiter Parteichef bleiben will. Dabei hatte er noch am Mittag angekündigt, am Abend werde 'alles klar' sein. spiegel-online.de

"Seehofer zögert sein Ende hinaus: Im Dezember muss ein Parteivorsitzender gewählt werden. Dann geht es um die informelle Position des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl und damit um den Posten des bayerischen Ministerpräsidenten. Generell gilt es als Vorteil, wenn der Spitzenkandidat auch schon Ministerpräsident ist, also mit einem Amtsbonus in die Wahl geht. Es gibt aber auch Stimmen in der CSU, die es für möglich halten, dass Seehofer bis zum Herbst 2018 im Amt bleibt, während eine Neuer als Spitzenkandidat Wahlkampf macht." welt.de

Doppelspitze mit wenigen Gemeinsamkeiten: Horst Seehofer und Markus Söder, hier beim Parteitag der CSU 2015.
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Der Mann, der nicht aufhören kann: Horst Seehofer
Bild: Peter Kneffel, dpa

Seehofer hatte es geschafft, die Worte "Harmonie" und "CSU" in einem Satz unterzubringen

"Seehofer gegen Söder: CSU vertagt Entscheidung im Führungsstreit: In der Landtagsfraktion galt der bayerische Finanzminister Markus Söder als Favorit auf die Nachfolge Seehofers als Ministerpräsident. Seehofer sagte, er habe zu Söder seit Mittwochabend 'intensiven Kontakt'. Zu Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner äußerte sich Seehofer hingegen nicht." focus.de

"Seehofer oder Söder? Zudem hat Seehofers Wort in Berlin immer noch Gewicht. Möglicherweise springt für ihn in einer wie auch immer gearteten Regierung ein Ministerposten heraus. Das Verhältnis zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll sich zuletzt wieder deutlich gebessert haben. Und wenn Söder dann auch noch bei der Landtagswahl im kommenden Jahr die CSU nicht zu alten Erfolgen führt, dann könnte der alte Taktiker Seehofer sich als heimlicher Sieger fühlen." donaukurier.de

"Seehofer-Entscheidung: Doch (noch) kein Showdown bei der CSU: Vor diesem Donnerstag hatten viele in der CSU die Backen ziemlich aufgeblasen, nicht zuletzt Parteivorsitzender und Ministerpräsident Horst Seehofer selbst. Er werde auch etwas zu den 'zerstörerischen Absagen' der vergangenen Wochen sagen, hatte er gedroht. Und aus der Fraktion hieß es, man wolle Seehofer jetzt endlich zu verbindlichen Äußerungen über seine Zukunft veranlassen. Doch nichts dergleichen geschah." abendzeitung-münchen.de

Hier lesen Sie, welche Stimmung am Donnerstag in der CSU herrschte.

Uli Bachmeier und Henry Stern erzählen hier die Geschichte einer Partei , die Machtwechsel seit jeher als großes Drama inszeniert hat.

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