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Statistisches Landesamt

31.07.2018

In Bayern steigt die Zahl der Geburten

In Bayern ist die Zahl der Geburten gestiegen. Es sterben aber auch zunehmend viele Menschen - und zwar mehr, als zur Welt kommen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

In Bayern ist die Geburtenzahl mit 345 Neugeborenen am Tag so hoch wie seit 19 Jahren nicht mehr. Dennoch starben 2017 mehr Menschen als geboren wurden.

Ihr Kinderlein kommet: In Bayern ist im vergangenen Jahr die höchste Geburtenzahl seit 1998 registriert worden. Dies geht aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamts in Fürth hervor. Demnach kamen in Bayern im Jahr 2017 insgesamt 126.191 Kinder oder 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr zur Welt - das sind durchschnittlich 345 Neugeborene pro Tag. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es mit 284 Kindern am Tag noch ein Fünftel weniger. Seit dem Jahr sind die Zahlen der Geburten immer weiter angestiegen.

Bayernweiter Spitzenreiter ist München mit über 17.000 Geburten

Den höchsten Anstieg gab es in Hof: Im Vergleich zum Vorjahr kamen hier knapp 23 Prozent mehr Kinder zur Welt als noch im Vorjahr. Das gesamte Oberfranken verzeichnete mit einem Plus von 1,7 Prozent mit die deutlichste Zunahme unter den Regierungsbezirken. Der genau umgekehrte Trend zeigt sich in Passau: Während die Zahl der Geburten im gesamten Niederbayern um ein Prozent zunahm, brach die Zahl der Geburten in Passau um knapp 15 Prozent ein.

Entgegen des Trends verzeichneten zwei Regierungsbezirke keinen Zuwachs beim Nachwuchs: In Oberbayern (minus 0,04 Prozent) blieb die Geburtenrate relativ stabil auf ihrem Vorjahresniveau; in Mittelfranken kam im Vergleich zum Vorjahr ein Prozent weniger Kinder zur Welt. Bayernweiter Spitzenreiter ist die Landeshauptstadt mit 17.624 Geburten; die wenigsten Geburten wiederum gab es in Coburg, wo 372 Kinder das Licht der Welt erblickten.

Wenn Sie diese Grafik auf Ihrem Mobiltelefon ansehen, müssen Sie auf die einzelnen Landkreise und Städte auf der Karte tippen, um die Zahlen zu sehen.

Auf 100 der in Bayern geborenen Mädchen kommen 104 männliche Kinder

In Bayern steigt allerdings nicht nur die Zahl der Kinder, die geboren werden. Es sterben auch zunehmend viele Menschen - und zwar mehr, als zur Welt kommen. So kamen im Jahr 2017 im Freistaat 7711 weniger Kinder zur Welt, als Menschen verstarben. Damit setzt sich der Trend des Überschusses der Sterbefälle seit dem Jahr 2001 weiter fort. Mit einer Ausnahme: In Oberbayern fiel die Bilanz der natürlichen Bevölkerungsentwicklung positiv aus. "Die Zuwanderung aus dem In- und Ausland lässt die Bevölkerungszahl bayernweit aber weiter steigen", erklärte ein Sprecher des Landesamtes.

Bei den Zahlen aus dem Jahr 2017 zeigt sich auch ein weltweiter Trend: Auf 100 der in Bayern geborenen Mädchen kommen 104 männliche Kinder. "Das ist völlig normal und gleicht sich durch die höhere Sterblichkeit von jungen Männern wieder aus", so der Sprecher. (dpa/lby)

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