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München

05.02.2015

Islamisten-Prozess: 27-Jähriger wurde durch Facebook überführt

Ein 27-jähriger Islamist muss sich nun vor dem Münchner Oberlandesgericht verantworten.
Bild: Symbolbild: Alexander Kaya

Ein 27-jähriger Islamist ist durch Facebook ins Visier der Ermittler geraten. Der Mann steht vor Gericht und muss sich unter anderem wegen gemeinschaftlichen Mordes verantworten.

Durch seinen Facebook-Acount ist der in München angeklagte Islamist ins Fadenkreuz der Polizei geraten. Das für Terrorismus zuständige Kommissariat des Münchner Polizeipräsidiums hat seit Anfang 2012 im Fall des Deutschen mit afghanischen Wurzeln ermittelt, berichtete am Donnerstag ein Beamter im Prozess gegen den 27-Jährigen vor dem Münchner Oberlandesgericht. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem gemeinschaftlichen Mord in Syrien als Mitglied einer Terror-Organisation vor.

München: 27-jähriger Islamist vor Gericht 

Der Polizeibeamte nahm an der Vernehmung des jungen Mannes in einem Verfahren wegen häuslicher Gewalt teil. Dabei zeigte sich der Angeklagte nach Angaben des Zeugen unzufrieden mit der amerikanischen Besatzung in der afghanischen Heimat seiner Eltern und äußerte "gewaltbereite Ideen". Damals habe er noch keinen Kontakte zur Islamisten-Szene gehabt, sie aber "offensichtlich" gesucht.

Nach zwei Strafanzeigen setzte sich der Angeklagte im Frühjahr 2013 über die Türkei nach Syrien ab. Wegen einer Frau habe er sich ein Jahr später um die Rückkehr nach Deutschland bemüht. Der 27-Jährige wurde in Tschechien gefasst und an Deutschland ausgeliefert.

Die Verteidigung hat sich inzwischen um ein Gespräch mit dem Ziel einer Verständigung bemüht, wie der Vorsitzende Richter bekannt gab. Dies will der Senat vom Verlauf des Verfahrens abhängig machen, insbesondere von der Aussage des Angeklagten zu den Schuldvorwürfen bei Fortsetzung des Prozesses am Freitag.dpa/lby/AZ

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