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München

15.05.2015

Kardinal Marx rügt Forderung nach Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Kardinal Marx äußert sich kritisch gegen die Forderung des ZdK. Sie wollen die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren.
Bild: Holger Hollemann/dpa

Partnerschaft und Homosexuelle sind heiße Eisen in der katholischen Kirche. Zu spüren bekommen das Laien, die sich für eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ausgesprochen haben.

Kardinal Reinhard Marx hat die katholischen Laein wegen ihrer Vorschläge zum Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren gerügt. Einige Forderungen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) seien "mit Lehre und Tradition der Kirche nicht vereinbar", so Marx.

ZdK fordert Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Das ZdK hatte Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare gefordert. Außerdem sollen liturgische Formen zur Segnung neuer Partnerschaften nach einer Scheidung von der Kirche gefunden werden. "Beide Themen bedürfen einer weiteren theologischen Klärung und nicht vorschneller, plakativer Forderungen", sagt der Münchner Erzbischof Marx. "Eine sicher notwendige theologische Debatte und ein innerkirchlicher Dialog werden so nicht gefördert."

Der Passauer Bischof Stefan Oster äußerte sich kurz nach der Veröffentlichung der ZdK-Erklärung auf Facebook: "Das Zentralkomitee ist aus meiner Sicht dabei, mit dieser Erklärung sehr wesentliche Aspekte des biblischen Menschenbildes und des biblischen Offenbarungsverständnisses hinter sich zu lassen. Und tatsächlich beunruhigend ist für mich, dass es diesen Weg offenbar mit der größtmöglichen Mehrheit seiner Repräsentanten geht", schrieb Oster.

Katholische Bischöfe wollen sich mit umstrittenen Themen befassen

Der ZdK äußerte sich wie folgt: "Wer Brücken zwischen Lehre und Lebenswelt bauen will, wendet sich gerade nicht von dieser Lehre ab, sondern er oder sie wendet sich ihr zu."

Die Ehe von Mann und Frau ist laut katholischer Lehre ein Sakrament und kann daher nicht gelöst werden. Deshalb sind Geschiedene, die auf dem Standesamt erneut heiraten, von der Kommunion ausgeschlossen und können auch nicht erneut kirchlich heiraten. Die katholischen Bischöfe wollen sich im Herbst in Rom mit umstrittenen Fragen zu Familie und Sexualität befassen. AZ/dpa

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