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Kaufbeuren
17.06.2016

Kaufbeurer streiten um nächtliches Glockenschlagen

Der Stundenschlag der Kaufbeurer Stadtpfarrkirche St. Martin in zu nachtschlafender Zeit ist einem Bürger ein Dorn im Auge. (Symbolfoto)
Foto: Matthias Becker

Der Stundenschlag der Kaufbeurer Stadtpfarrkirche St. Martin in zu nachtschlafender Zeit ist einem Bürger ein Dorn im Auge.

Immer wieder sorgt das nächtliche Schlagen von Kirchturmglocken für Unmut bei Anwohnern. Jetzt hat es Kaufbeuren erwischt: Der Stundenschlag der Stadtpfarrkirche St. Martin zu nachtschlafender Zeit ist einem Bürger ein Dorn im Auge. "Nachts stört ihn der Glockenschlag, er kann keinen Schlaf finden", sagt Stadtpfarrer Bernhard Waltner. Obwohl es sich um eine Einzelstimme handelt, zeigte sie Wirkung: Das nächtliche Geläut wurde vorübergehend abgestellt. Das wiederum rief einen anderen Bürger auf den Plan, der sagt, ihm fehle etwas, wenn keine Glocke zu hören ist. "Jetzt schlägt sie wieder ganz normal", sagt Waltner. Zuvor hatte die "Allgäuer Zeitung" über den Konflikt berichtet.

Der Stadtpfarrer sucht nun nach einer Lösung, mit der alle Bürger leben können. "Ich möchte deswegen keinen Streit in der Stadt." Während einer "Tüftelphase" in den vergangenen drei Wochen habe man verschiedene Varianten ausprobiert: Zeitweise schlug die Kirchenglocke nachts nur zur vollen Stunde, zeitweise gar nicht, dann wurde sie ab 22 Uhr und testweise ab Mitternacht bis zum Morgen abgestellt. Zusammen mit der Kirchenverwaltung und in enger Abstimmung mit der evangelischen Kirche werde man nun über das weitere Vorgehen beraten. Geprüft werden soll noch, ob die Glocken leiser gestellt werden können. dpa/lby

Die Diskussion ist geschlossen.

17.06.2016

Das Klockengeläut zur Zeitanzeige oder - noch schlimmer - um 6:00 Uhr morgen mehrere Minuten lang als Weckruf - um die Bürger an den "Pflicht-Kirchgang" zu erinnern - das sind Relikte aus der Zeit als die Kirche noch den Tagesrythmus und das Denken der Bürger bestimmen wollte und durfte.

Das ist das gleiche Problem, wie Religionsunterricht, öffentlich-rechtliche Privilegien, Kirchensteuereintreibung durch den Staat. Die Säkularisation ist nicht zu Ende gebracht!

Wenn diese Privilegien der etablierten Religionen nicht schleunigst abgeschafft werden - stehen schon die neuen großen Religionen in den Startlöchern und wollen die gleichen Rechte?

Dabei wäre das in dieser Diskussionsrunde der Muezzin. Wer sollte bei Beibehaltung der Religionsfreiheit - die keiner antasten soll und will - das auf die Dauer verbieten.

Es ist in einem Land mit Religionsfreiheit unzumutbar, mit lautstarkem "religiösem" Getöse seine Relgion dem freien Menschen - ungewünscht ins Ohr zu blasen!

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17.06.2016

Lächerlich, Wer war eher da, der Klockenschlag, oder der schlaflose Bürger?

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