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Tradition

06.12.2019

Klausentreiben in Schwaben: Einzelne Klausen werden gewalttätig

Im Ober- und Ostallgäu gab es Ausschreitungen beim Klausentreiben, einem vorweihnachtlichen Brauch.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Die furchteinflößend aussehenden Klausen und Bärbele sollen eigentlich nur die bösen Wintergeister vertreiben. In Schwaben haben Klausen Gewalt verübt.

Das traditionelle Klausentreiben am 5. Dezember ist in Schwaben in Gewalt ausgeartet. Ein Schüler sei auf dem Nachhauseweg in Sulzbach (Landkreis Oberallgäu) von acht als sogenannte Klausen verkleideten Männern verfolgt und geschlagen worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Er wurde leicht verletzt.

Klausen missbrauchen Tradition und greifen Autofahrer an

Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Schwangau (Landkreis Ostallgäu). Eine Gruppe Klausen habe eine Frau im Pkw aufgehalten, beleidigt und aus dem Auto gezerrt. Einer der Männer habe sie anschließend mit einer Rute geschlagen. Das Auto wurde beschädigt, die Frau erstattete Anzeige.

Bei einem weiteren Angriff auf einen Autofahrer in Wald (Landkreis Ostallgäu) entstand ein Schaden von etwa 700 Euro. Einer der Klausen habe mit Fäusten und Rute auf das Dach des Wagens eingeschlagen.

Beim Klausentreiben handle es sich um ein Brauchtum im Allgäu, bei dem die bösen Geister der Dunkelheit und des Winters vertrieben werden sollen, ordnete die Polizei ein. (dpa/lby)

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