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Die Aggressivität mancher Maskengegner ist erschreckend

Kommentar Von Stephanie Sartor
01.10.2021

Es ist erschütternd, wie aggressiv manche Maskengegner auf geltende Regeln reagieren. Die Maßnahmen wurden ohnehin eingedampft und werden aus guten Gründen nicht komplett eingestellt.

Die vergangenen Monate haben Spuren hinterlassen. Gesundheitliche, wirtschaftliche – und auch gesellschaftliche. Dass es mittlerweile eine gewaltige Spaltung in der Gesellschaft gibt, lässt sich leider nicht mehr leugnen. Und auch nicht, dass manche Menschen immer aggressiver werden.

Nach dem Mord eines Maskengegners schreibt ein Telegram-Nutzer: "Kein Mitleid"

Vor allem im Internet brechen sich Hass und erschreckende Empathielosigkeit Bahn. Als vor kurzem ein junger Mann an einer Tankstelle von einem Maskengegner erschossen wurde, schrieb ein Telegram-Nutzer: "Kein Mitleid. Die Leute nerven immer mit dem Maskenscheiß. Da dreht irgendwann mal einer durch. Gut so." Widerlicher geht es nicht.

 

Aber nicht nur im Netz, sondern auch im realen Leben ist der Ton mitunter rauer geworden. So werden in Bussen, Bahnen und Supermärkten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder andere Bürgerinnen und Bürger angefeindet, wenn sie auf die geltende Maskenpflicht hinweisen. Nicht immer bleibt es bei Beschimpfungen, manchmal fliegen auch die Fäuste. Dass es so weit gekommen ist, ist erschütternd.

Der Großteil der Menschen steht hinter den Corona-Maßnahmen

Wichtig ist aber: Die Mehrheit steht hinter den Maßnahmen. 60 Prozent finden sie gerade richtig, 16 Prozent meinen, sie müssten noch schärfer ausfallen, wie eine aktuelle repräsentative Umfrage zeigt. Nur um eine laut krakeelende Minderheit zu besänftigen, dürfen die Corona-Maßnahmen – die ohnehin schon eingedampft wurden – nicht komplett eingestellt werden. Zumal Experten ja bereits davor warnen, dass die Kliniken im Winter wieder voll sein werden. Jetzt einen sogenannten Freedom-Day auszurufen, wäre fahrlässig. Vor allem, weil die Impfquote noch viel zu niedrig ist.

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Die Diskussion ist geschlossen.

07.10.2021

Die Frau Sartor wieder. Immer gleich dabei wenn es um anders denkende Menschen geht. Zur Zeit scheint sie ja das große Sprachrohr der Regierung zu sein. Vielleicht sollte Frau Sartor mal drüber nachdenken, das auch sie mit solchen Kommentaren dafür sorgt das der Ton rauer wird.

05.10.2021

"Die Aggressivität mancher Maskengegner ist erschreckend"

Das naturgegebene Recht frei zu Atmen wird hier stark beschnitten. Soll man sich nicht wehren, wenn man gefoltert wird?
In einer sehr merkwürdigen Weltansicht wird hier berichtet.

06.10.2021

Das muss doch eine besonders schlimme Folter sein, wenn Sie wegen dem Corona-Virus am Beatmungsgerät hängen und sich überhaupt nicht mehr dagegen wehren können.
Es ist nur gut, dass das Personal im Krankenhaus auch Menschen mit den merkwürdigsten Weltansichten behandelt.

01.10.2021

Wann wäre denn die Impfquote "hoch genug"? Mal waren es 60 %, dann waren es 70 % (die Deutschland bereits überschritten hat). Was ist die neue Zielmarke? Und ganz unabhängig von der Impfquote, man müsste auch die offiziell und inoffiziell Genesenen berücksichtigen, die in Deutschland vielleicht jetzt 15 Mio Menschen oder sogar mehr ausmachen. Warum wird das nicht gemacht?

02.10.2021

Wie man inoffiziell Genesene berücksichtigen soll - das sollten Sie mal darlegen. Man weiß derzeit von ungefähr 4 000 000 Genesenen. Nur soviel zu Ihren 15 Millionen oder mehr.

02.10.2021

@Wolfgang B.
Antwort ist die Dunkelziffer (die inoffiziellen Genesenen). Die letzte größere Studie war die Mainzer Guttenbergstudie. Im Schnitt waren von 20 Personen 18 infiziert, davon aber nur 10 wissentlich (d. h. die wahre Zahl war in der Studiengruppe um 42 % höher bzw. fast doppelt so hoch): https://www.zeit.de/wissen/2021-07/dunkelziffer-corona-infizierung-symptome-modelle-studie

Die im letzten Jahr durchgeführten lokalen RKI-Studien in Bad Feilnbach und Kupferszell ermittelten einenen Dunkelzifferfaktor von ca. 3 bis 4, in Tirschenreuth 5 und die Heinsberg-Studie von Streeck et al. ergab sogar einen Faktor bis zu 10.

Im Winter schätzte das RKI den Dunkelziffer-Faktor auf 4 bis 6: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/dunkelziffer-corona-neuinfektionen-101.html

Es gab bis zum Jahreswechsel auch noch das von der Bundesregierung geförderte "Dunkelzifferradar". Leider gibt's den nicht mehr, warum auch immer. Hier wurde der Dunkelzifferfaktor zum Jahreswechsel auf rund 5 abgeschätzt: https://twitter.com/dunkelzifferr?lang=de

Der Dunkelzifferfaktor kann natürlich nicht gleich sein, weil es regionale Hotspots gibt, die Testkriterien sich im Laufe der Pandemie änderten und manche Bevölkerungsgruppen über längere Zeit seltener getestet wurden, z. B. Kinder. Nur zur Sicherheit erwähnt.

Selbst mit einem sehr konservativ gewählten Dunkelzifferfaktor von 3, hätten wir schon 12 Mio inoffiziell und offiziell Genesene. Wahrscheinlich sind es aber mehr (wenn man als best guess einen Faktor von 4 bis 5 nimmt).

03.10.2021

Warum heißt die Dunkelziffer wohl Dunkelziffer? Weil man die Ziffer nicht kennt. Hier ist von 6,3%, also ungefähr 5 000 000 Menschen die Rede. Noch keine 15 000 000.
https://www.rheinpfalz.de/politik/rheinland-pfalz_artikel,-studie-hohe-dunkelziffer-bei-corona-infektionen-_arid,5224934.html