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Kreis Bad Tölz
18.12.2013

Bayerisches Dorf gibt nach: Hitler nicht mehr Ehrenbürger

Reichspräsident Paul von Hindenburg (l) und Adolf Hitler nach dessen Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 in Berlin. Das Dorf Dietramszell wollte unbedingt an ihren prominente Ehrenbürger Paul von Hindenburg und Adolf Hitler festhalten. Nach heftiger Kritik distanziert sich das Dorf nun doch von den beiden.
Foto: Archiv dpa

Das Dorf Dietramszell wollte unbedingt an ihren Ehrenbürgern Paul von Hindenburg und Adolf Hitler festhalten. Nach heftiger Kritik distanziert man sich nun doch von ihnen.

Was geht nur in diesen Köpfen vor sich: Das kleine und beschauliche Dorf Dietramszell im Landkreis Bad Tölz - Wolfsratshausen hat prominente Ehrenbürger. Und zwar niemand geringes als Paul von Hindenburg und Adolf Hitler. Doch schämt man sich nicht für diese Paten, ganz im Gegenteil: Das Dorf wollte seine prominenten Ehrenbürger unbedingt behalten. Denn einen entsprecheneden Antrag - die Ehrenbürgerschaft von Hitler und Hindenburg zu beenden - lehnte die Hälfte der Gemeinderatsmitglieder in der vergangenen Woche ab.

Gemeinde distanziert sich von Hitler und Hindenburg

Eine Entscheidung, die heftige Kritik ausgelöst hatte. Als skandalös, verheerend und entsetzlich bezeichneten Holocaust-Überlebende wie Max Mannheimer oder Charlotte Knobloch sowie zahlreiche Politiker das Verhalten der Dietramszeller Gemeinderäte.

Und die Kritik zeigte Wirkung. In einer Sondersitzung am Dienstagabend wurde nun eine öffentliche Entschuldigung der Gemeinde verlesen. Danach stimmte der Rat erneut über den Antrag ab. Das lässt die Geschäftsordnung in Ausnahmefällen zu. Diesmal war das Ergebnis einstimmig: Der Gemeinderat distanzierte sich nun von Adolf Hitler und Paul von Hindenburg und erkannte beiden posthum die Ehrenbürgerwürde ab.

"Geschichte kann man nicht nachträglich umschreiben"

Nach Auffassung von Bürgermeisterin Leni Gröbmaier hätten die betreffenden Räte die Dimensionen ihres Abstimmungsverhaltens nicht annähernd bedacht. "Es ist ein Eindruck entstanden, der uns nicht gerecht wird", sagte sie. Auf der einen Seite nahm sie ihre Gemeinderäte in Schutz: "Das Thema ist einfach nur unterschätzt worden, ich bin sicher, dass hier niemand braunes Gedankengut hegt."

Bei der Gemeinderatssitzung am 10. Dezember hatten sie ihre Entscheidung unter anderem mit dem Argument verteidigt, man könne Geschichte nicht nachträglich umschreiben.

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