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Kritik München-Konzert
20.05.2015

AC/DC bringen Rock-Wahnsinn ins Olympiastadion

AC/DC begeisterten in der Münchner Olympiahalle ihre Fans.
Foto: Robyn Beck afp

AC/DC haben viel erlebt - nicht nur Schönes. Doch beim Konzert in München ist alles vergessen. Es war ein Rock-Wahnsinn ohne Ende. Die Kritik.

München blinkt Rot. Es ist eine gigantische Atmosphäre im Olympiastadion. Auf den Köpfen der Fans im Olympiastadion blinken die Teufelshörner. Mindestens die Hälfte der 60.000 Fans sind an diesem Abend mit diesem Accessoire ausgestattet. AC/DC halten derzeit Europa auf Trab. Ein Rock-Wahnsinn ohne Ende.

Nehmen wir ein paar Zahlen her: 100.000 waren kürzlich am Hockenheimring, 115.000 im österreichischen Spielberg oder 75.000 in Nürnberg. Die zwei Konzerte in München (am Donnerstag folgt das nächste) sind ebenfalls ausverkauft. Seit 1973, als die Australier anfingen, ihr Unwesen zu treiben, hat sich zwar vieles geändert, aber Gott sei Dank nicht alles.

AC/DC in Olympiahalle: Angus Young ist auch in München die Galionsfigur

Gitarrist Angus Young spielt auf der Bühne immer noch den gleichen Rotzlöffel  wie vor über 40 Jahren. Immer noch die Schuluniform mit den kurzen Hosen. Mit seinen bleichen, dünnen Beinen sieht er aus wie ein Storch im Salat. Aber er ist die Galionsfigur, ohne die AC/DC wohl schon lange den musikalischen Tod gestorben wäre. Der mittlerweile 60-Jährige, der ein bisschen den Eindruck macht, wie ein Bekloppter, den man mal drei Stunden aus seiner Zelle gelassen hat, ist immer noch gnadenlos gut. Irre könnte man schon werden bei AC/DC - die Band hat vieles erlebt. Nicht alles war schön. 

Angus Youngs Bruder Malcolm traf es am härtesten. Der ehemalige Rhythmusgitarrist der Band ist sterbenskrank. Altersdemenz, ein Herzleiden und Lungenkrebs haben ihm die Ärzte diagnostiziert. Für ihn sprang Neffe Stevie Young ins Boot. Auf der Bühne ist Stevie noch etwas angespannt. Er muss in große Schuhe reinwachsen. Schlagzeuger Chris Slade musste praktisch nach über 20 Jahren wieder zurück zu AC/DC. Ihm blieb fast nichts anderes übrig, als ihn die anderen lieb bettelten, weil Drummer Phil Rudd sieben Jahre Haft drohen. Rudd soll einen ehemaligen Angestellten mit dem Tod gedroht haben. Dann natürlich noch 1980 der frühe Tod des ehemaligen Sängers Bon Scott.

München: Rot glühender Komet mit AC/DC-Zeichen

Doch beim Konzert ist alles vergessen. Bombast auf der Videoleinwand. Ein rot glühender Komet mit dem AC/DC-Zeichen rast auf die Erde zu. Ein einziges flammendes Inferno zum Auftakt, der mit "Rock or Bust" beginnt. Die Stimme von Brian Johnson, die klingt, als hätte er zuvor in einer Mülltonne inhaliert, kommt in Fahrt und in der Arena steppt der Bär. Die besten Plätze nehmen dabei die Mädels oder Frauen vor der Bühne ein, die bei ihrem Partner auf der Schulter sitzen dürfen. Und immer dieses blink, blink, blink.

AC/DC lässt nichts aus - "Back in back", "Thunderstruck", "Hells Bells",  "Dirty Deeds" oder "You shook me all night long" - ein Orkan schwappt über München. Aber der Größte ist Angus Young. Er ist der Unterhalter. Immer noch wirft er sich wie ein trotziges Kind auf den Rücken und malträtiert sein Instrument. Sein Laufpensum mit seinem berühmten Duckwalk, denn nur er wie einst Chuck Berry beherrscht, ist enorm.

Bassist Cliff Williams, Stevie Young, Chris Slade und Brian Johnson versuchen mitzuhalten, so gut es geht. Klappt schon, aber nicht so wie bei Angus. Ausgelaugt sind nach über zwei Stunden alle fünf. Zugaben gibt es natürlich. "Highway to hell", und was sonst? Ganz am Schluss kommt "For those about to Rock", das mit gefühlten 15 unglaublich lauten Kanonenschlägen begleitet wird. Spätestens jetzt weiß es ganz München: AC/DC sind in der Stadt.

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