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CSU

11.10.2019

Künftig ein junger Vize: CSU legt Streit über Parteireform bei

Der Streit über die Parteireform der CSU ist beigelegt.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbol)

Ein Stellvertreter-Poster in den Vorständen soll an einen jungen Vertreter gehen: Bei Kreis- und Bezirksvorständen unter 35, beim Landesvorstand unter 40 Jahren.

Der Streit über die CSU-Parteireform ist beigelegt. Eine Woche vor dem CSU-Parteitag verkündeten Generalsekretär Markus Blume, Frauen-Union und Junge Union am Freitag eine Einigung auch beim letzten verbliebenen Dissenspunkt: Künftig soll in allen Vorständen, auch im Landesvorstand, ein Stellvertreter-Posten an eine jüngere Vertreterin oder einen jüngeren Vertreter gehen - bei den Kreis- und Bezirksvorständen unter 35, beim Landesvorstand unter 40 Jahre. Die geplante Satzungsänderung soll zwar erst bei den Vorstandswahlen in zwei Jahren greifen. Dafür ist aber eine JU-Vertreterin für den Schatzmeisterposten im Gespräch.

CSU: Kompromissvorschlag bei der Frauenquote

Damit steht auch der Kompromissvorschlag bei der Frauenquote nunmehr endgültig. Dieser sieht vor, die geltende 40-Prozent-Quote im Landes- und in den Bezirksvorständen auch auf die Kreisvorstände auszudehnen. Die engeren Vorstände - Vorsitzende, Vizes, Schatzmeister, Schriftführer - sollen künftig paritätisch besetzt sein.

"Das war ein schweres Stück Arbeit, aber die Mühe hat sich gelohnt. Wir können am Parteitag ein starkes Signal geben: Die CSU wird jünger und weiblicher", sagte Blume am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Ein fest verankerter Stellvertreter für die Jugend sei "der größte Schritt für die Junge Union in über 70 Jahren Parteigeschichte". "Und das Paket für die Frauen ist ein Schritt, mit dem wir zeigen: Wir meinen es ernst mit der Frauenförderung."

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Erst einmal bleibt es dabei, dass kein Vize unter 40 Jahren ist

Die Vorsitzende der Frauen-Union, Ulrike Scharf, betonte: "Wir haben ein Gesamtpaket geschnürt, mit dem alle zufrieden sein können." Es gehe allen Beteiligten um den Gesamterfolg, um "eine gute Zukunft als Volkspartei". Und auch Junge-Union-Chef Christian Doleschal zeigte sich zufrieden. Mit einem jungen Vize auf allen Ebenen sei "das junge Gesicht der CSU institutionell gesichert".

Diesmal bleibt es aber wohl dabei, dass unter den Partei-Vizes kein unter 40-Jähriger sein wird. Für den einzigen frei werdenden Posten war zuletzt der Augsburger Landrat Martin Sailer (49) vorgesehen. Neue Schatzmeisterin könnte aber dem Vernehmen nach - und zwar schon jetzt - die ehemalige JU-Landesvorsitzende Katrin Albsteiger werden. Der Parteivorstand wird auf dem Parteitag am 18./19. Oktober gewählt. Auch Parteichef Markus Söder stellt sich dort der Wiederwahl.   (dpa)

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