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Längere Ferien helfen gegen das Coronavirus!

Kommentar Von Sarah Ritschel
13.10.2020

Sollen Schüler in diesem Winter länger zu Hause bleiben? Ja, denn längere Ferien können dazu beitragen, einen Lockdown zu verhindern.

Corona ausbremsen, bevor wir eine echte Vollbremsung machen müssen. Das hat Ministerpräsident Söder am Dienstag auf Twitter geschrieben. Im Frühjahr waren Schulen zu dieser Vollbremsung gezwungen. Sie waren nicht darauf vorbereitet, dass sich das Coronavirus so schnell verbreiten würde. Jetzt wissen alle, was droht. Wer die Ferien verlängert, kann die nächste Vollbremsung verhindern. Es müssen ja nicht gleich vier zusätzliche Wochen sein. Doch Schüler zumindest so lange zu Hause zu lassen, bis auch die Inkubationszeit bei denen abgeschlossen ist, die sich zu Dreikönig mit Verwandten trafen, ist sinnvoll.

Familienfest werden immer wieder zu Corona-Partys

Die letzten Wochen zeigten, wie oft Familienfeiern ungewollt zu Corona-Partys werden. Erst recht Weihnachten: Wann sitzt man enger beisammen als unterm Christbaum, singt womöglich gemeinsam „Stille Nacht“ und teilt sich den Glühwein? Das Virus ist in diesem Szenario das hässliche Geschenk, das man nicht zurückgeben kann.

Deutschlands Wortführer der Virologie, Christian Drosten, hat schon im August eine Verlängerung der Weihnachtsferien ins Spiel gebracht, sollte es zum Jahresende zu einem kritischen Anstieg der Neuinfektionen kommen. Er warnte davor, die Übertragungsgefahr durch Kinder zu unterschätzen. Dieser Fehler und der Wille, Schüler nach dem langen Lockdown um jeden Preis in der Schule zu halten, könnten sich schnell rächen.

Der Vorschlag extralanger Ferien kam vielleicht nicht zum perfekten Zeitpunkt. Jetzt haben die Bundesländer genug damit zu tun, die Coronazahlen akut zu senken. Doch je näher Weihnachten rückt, desto dringender sollte man eine Verlängerung erwägen. Wenn es kalt und glatt ist draußen, hat eine Vollbremsung meist besonders ungute Folgen.

Lesen Sie dazu auch die gegenteilige Meinung: Sechs Wochen Weihnachtsferien: Eine unsinnige Forderung!

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13.10.2020

Mal ne ganz einfache Frage. Wer betreut in der Zeit die Kinder? Oder sollen die Eltern den Job kündigen?
Das größte Problem sind die privaten Feiern und Zusammenkünfte. Beim Einkauf, Arbeit undSchule wird auf Abstand und Maske geachtet. Aber nicht bei den Familienzusammenkünften. Glaubt man ernsthaft, dass Mitte Januar man seine Freunde und Verwandte nicht trifft. Ausserdem ist Weihnachten eher das Familienfest. Heilig Dreikönig nicht so. Und das istschon fast zwei Wochen danach.

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