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Tourismus

02.05.2020

Leere Hütten, Brotzeit to go: Was wird aus dem Bergsommer 2020?

Die Hütten des DAV sind derzeit geschlossen. Wird das auch so bleiben?
Bild: Nicolas Armer, dpa (Archivbild)

Viele Urlaubsträume werden dieses Jahr unerfüllt bleiben. Selbst Ausflüge sind nicht gern gesehen in Corona-Zeiten. Was soll da aus dem Bergsommer werden?

Ein strahlender Frühling mit Sonne satt - doch die Urlaubsaussichten sind düster. Die Bundesregierung hat Hoffnungen selbst auf schlichte Ziele schon gedämpft: Volle Berghütten werde es diesen Sommer nicht geben, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD). Dabei ist offen, wann es in Deutschland überhaupt wieder eine Chance auf Übernachtungen in Hotels und Unterkünften gibt. Selbst eine Brotzeit to go ist derzeit kaum irgendwo zu haben. Hütten und Almen sind fast überall geschlossen.

Ob und wann die Berghütten öffnen können, ist unklar. Beim Deutschen Alpenverein (DAV) heißt es, man warte auf die Entscheidungen der Politik in Bayern, aber auch in Österreich. Eine internationale Arbeitsgruppe habe Vorschläge erarbeitet, wie eine Öffnung und ein Sommerbetrieb mit sehr viel Abstand aussehen könnte, so DAV-Sprecher Thomas Bucher. "Wir hoffen darauf, dass die Hütten öffnen können." 

Alle DAV-Hütten in Deutschland und Österreich sind derzeit zu

Derzeit sind alle 321 bewirtschafteten und öffentlich zugänglichen DAV-Hütten in Deutschland und Österreich zu - zumeist allerdings unabhängig vom Coronavirus. Um diese Jahreszeit sind viele Hütten saisonbedingt geschlossen; im Hochgebirge öffnen sie teils erst im Juni. Auch die Almen sind noch nicht bewirtschaftet. 

Getränke und Essen zum Mitnehmen könnten Hütten und Almbauern nach den behördlichen Regelungen jetzt schon verkaufen. Ein paar Hütten denken darüber nach. "Auf der einen Seite lieben die Menschen hier ihre Berge, und wir wollen für Spaziergänger da sein", sagte die Pächterin einer Hütte im Ostallgäu. "Auf der anderen Seite wollen wir dieses Angebot aber auch nicht weit streuen, damit keine Ausflügler aus anderen Regionen kommen." Es sei ein Balanceakt.

Eine Öffnung nur für die Brotzeit zum Mitnehmen könnte für Wirte derzeit eher brotlos bleiben. Erheblich weniger Wanderer als sonst sind unterwegs. Lifte und Seilbahnen sind geschlossen, viele Wanderparkplätze ebenfalls. Nicht zuletzt mahnen der DAV wie auch die Bergwacht derzeit noch zum Verzicht auf Bergsportaktivitäten, um die Unfallgefahr zu reduzieren. (dpa)

Lesen Sie dazu auch: Arbeit, Schule, Einkauf: So wird die Welt nach Corona sein

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Die Diskussion ist geschlossen.

02.05.2020

Einfach wie früher Essen & Trinken in Rucksack packen und mitnehmen aber beim Abstieg auch den Abfall.

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02.05.2020

Ich rate dem DAV zu einer Sonderabgabe für die Ünterstützung der DAV-Hütten und Hüttenwirte.
Ich glaube nicht, dass in diesem Jahr noch viel auf den Hütten laufen wird und die Verluste werden zu hoch sein.
Der Verein hat so viele Mitglieder und dann bestimmt genügend finanzielle Mittel zur unkomplizierten Unterstützung seiner Hütten.
50,- Euro pro MItglied halte ich für angemessen.
Beim DAV Augsburg gab es auch schon eine Sonderabgabe, ich glaube 25,- Euro, zum Bau der neuen Kletterhalle.
Das hat keinem Mitglied geschadet und die Halle steht heute noch ;-)

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