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11.06.2005

Mehrere tausend Besucher in Stoibers Büro

Besucher laufen am Samstag (11.06.2005) während des Tages der offenen Tür in der Münchner Staatskanzlei durch das Arbeitszimmer des bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber. Auf dem Schreibtisch steht neben einem Laptop auch drei Bilder von seinen Kindern und seiner Frau. Die Staatsregierung öffnet bereits seit 1993 jedes Jahr die Türen der Staatskanzlei am Hofgarten. Foto: Peter Kneffel dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++
Foto: pk gr

München (lb). Die Frage zur Rolle von CSU-Chef und Ministerpräsident Edmund Stoiber nach einem möglichen Bundestagswahlsieg der Union war am Samstag beim Tag der offenen Tür in der bayerischen Staatskanzlei das häufigste Gesprächsthema. Die meisten Besucher waren sich einig, dass Stoiber in Berlin "nur verschlissen" würde, wie es einer von ihnen nannte.

Nie werde er dann "wieder so geliebt werden wie jetzt", sagte ein anderer. Autogrammjäger Manfred Weiers meinte: "Der soll auf keinen Fall nach Berlin, sondern hier bleiben." Weiers war sicher, Stoibers Entscheidung schon zu kennen: "Ich hab' ihn gerade gefragt, ob er nach einem Sieg als Minister nach Berlin geht. Und er hat zu mir gesagt: "Nein, ich bin nächstes Jahr auch noch da."

Der Besucher Peter Huber empfahl, Stoiber solle es so machen wie Franz Josef Strauß in den letzten Jahren seiner Amtszeit als bayerischer Ministerpräsident: "Der ist hier geblieben, und wenn es brannte schnell nach Bonn gefahren." Brigitte Hauber war eine der Wenigen, die das bedauern würde: "Ich fände es gut, wenn Bayern mit kompetenten Leuten stark in Berlin vertreten ist."

Stoiber selbst wollte eigentlich gar nicht über Politik reden. Bei einer kurzen Ansprache hatte er über die Geschichte der Staatskanzlei als Armeemuseum referiert. Nur als er sagte, er sei zwar gerne Deutscher aber noch lieber Bayer, ließ sich das als ein Hinweis auf etwaige Pläne deuten. Offiziell soll die Entscheidung, ob Stoiber einem Ruf nach Berlin folgt, erst nach der Wahl bekannt gegeben werden. Das zumindest hatte CSU-Generalsekretär Markus Söder noch am Mittwoch erneut versichert.

Bis zum frühen Nachmittag waren bereits mehrere Tausend Gäste in das 1993 von der Regierung bezogene Gebäude gekommen, um Stände der einzelnen Ministerien, den Kabinettssaal oder das Arbeitszimmer des Ministerpräsidenten zu besichtigen.

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