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Landesausstellung

18.07.2010

Mitbringsel: Ein Koffer für die Fremde

Ein Koffer für die Fremde

Ob Rimini, Capri, Taormina oder Venedig - ab den 50er Jahren wurde Italien zum Urlaubsparadies vieler Deutschen. Mit einem Koffer reiste Paolo Falloni 1964 von Sardinien nach Deutschland.

Ob Rimini, Capri, Taormina oder Venedig - ab den 50er Jahren wurde Italien zum Urlaubsparadies vieler Deutschen. Wie lebendig diese Sehnsucht noch immer ist, zeigt die Landesausstellung "Bayern - Italien" im Textilmuseum in Augsburg auch mit einer ganzen Reihe persönlicher Souvenirs.

Mit einem Koffer reiste Paolo Falloni 1964 von Sardinien nach Deutschland. Der Koffer enthielt das Wichtigste, was ihm seine Mutter für die erste Zeit in der Fremde mitgegeben hatte: eine Kaffeekanne, zwei Tassen, sardische Gnocchi, eine Hose und zwei Hemden. Freunde hatten ihn überredet, in Bayern sein Glück zu versuchen. Er dachte, er würde maximal drei bis vier Wochen bleiben.

Als Gastarbeiter fand er einen Job bei der Mechanischen Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg (SWA). Schnell fasste Paolo Falloni Fuß und identifizierte sich immer stärker mit seiner neuen Heimat. 1969 gründete er den Fußballclub AC Torres Augsburg. Zunächst spielte er dort mit italienischen Kollegen aus der Textilfabrik. Mit der Zeit kamen auch Spieler anderer Nationen dazu. "Wir waren richtig international", sagt Paolo Falloni.

Und am Rande eines Fußballspiels lernte er "eine schöne Frau" kennen. Am Anfang haben sie sich nur mit Händen und Füßen verständigt. Doch rasch wurde es immer besser. Sie heirateten und bekamen drei Kinder. Falloni: "Es kann keinen besseren Grund geben, um da zu bleiben." (AZ)

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