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Hygieneskandal bei Großbäckerei

23.02.2012

Müller-Brot: Die Ermittlungen werden langwierig

Eine Filiale von Müller-Brot.

Die Staatsanwaltschaft muss zwangsläufig noch mit den Ermittlungen im Fall Müller-Brot warten. Unterdessen wird weiter Kritik an an den bayerischen Gesundheitsbehörden laut.

Der Hygieneskandal um die Großbäckerei Müller-Brot wird noch länger die Staatsanwaltschaft beschäftigen. Die Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen wegen Insolvenzverschleppung und Untreue gegen Müller-Brot eingeleitet. Konkrete Ermittlungen können jedoch erst gestartet werden, wenn das Gutachten des vorläufigen Insolvenzverwalters vorliegt. Wie die Landshuter Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilt, könne dies Wochen dauern. Dieselbe Behörde ermittelt wegen Verstößen gegen Lebensmittelgesetze bereits seit Mai 2011 gegen die Brotfabrik.

Müller-Brot: Mäusekot und Ungeziefer

Seit dreieinhalb Wochen ist bereits ist die Produktion bei Müller-Brot gestoppt. Mäusekot und Ungeziefer in Backzutaten sowie Maschinen hatten überhandgenommen. Insolvenz wurde vor einer Woche angemeldet. Inzwischen stehen schon Müller-Brot-Filialen vor dem Aus.

Reinigungsarbeiten und Umbauten bei Müller-Brot

Insolvenzverwalter Hubert Ampferl hat seitdem Geld zur Fortsetzung der umfangreichen Reinigungsarbeiten und Umbauten in dem Unternehmen aufgetrieben. Als nächstes Ziel hat er sich vorgenommen, mit den Banken einen Massekredit zur Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts bei Müller-Brot auszuhandeln. Der Neustart der Produktion bleibt für Ampferl das wichtigste Ziel. "Die Fertigung startet aber erst, wenn die Hygiene ohne Wenn und Aber wieder hergestellt ist", hatte der Insolvenzverwalter Anfang der Woche gesagt. Die Rettung der Großbäckerei hält er nach wie vor für möglich.

Unterdessen erneuerte die Verbraucherorganisation foodwatch ihre Kritik an den bayerischen Gesundheitsbehörden. Die Ämter hätten die Konsumenten sehr wohl früher über die ekelerregenden Zustände bei Müller-Brot informieren können und nicht erst nach der Schließung, heißt es in einer Mitteilung von foodwatch. "In Deutschland werden Schmuddel-Betriebe vor den Verbrauchern geschützt statt Verbraucher vor den Schmuddel-Betrieben", schreibt die Organisation. Mit der Geheimniskrämerei müsse endlich Schluss sein. dpa/AZ

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