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München
20.06.2016

Bruce Springsteen rockt das Olympiastadion

Bruce Springsteen gab im Olympiastadion in München ein umjubeltes Konzert.
Foto: Andreas Gebert/dpa

Es war ein großartiger Abend mit viel Gänstehautstimmung: Rocklegende Bruce Springsteen begeistert im Münchner Olympiastadion.

Es ist ein Fest. Auch wenn die Wolken einmal kurz so schwarz werden, dass das nächste Gewitter in diesem Sintflut-Juni droht. Es regnet nicht, stattdessen wird es auf die allerschönste Weise Nacht. Erst leuchtet der Olympiaturm, dann spiegeln seine Fenster das Sonnenlicht für Augenblicke ins Stadion, später schimmert er rotgolden, bis er in der Nacht verschwindet. Und Bruce Springsteen und die E-Street-Band genießen das förmlich auf der Bühne des Olympiastadions. Sie rocken auf ihrer The-River-Tour mit Herzenslust, suchen immer wieder den Vollkontakt mit den 57000 Besuchern. Wiewohl, Fans trifft es besser: Schon als die Gruppe die Bühne betritt, ist der Jubel ohrenbetäubend.

Bruce Springsteen: keine Bühnenshow, kein Lichtspektakel, kein Schnickschnack

Und wieder verzichten der Boss und seine Mannen auf alles störende Beiwerk. Es gibt keine Bühnenshow, kein Lichtspektakel, kein Schnickschnack – es gibt Rock vom Allerfeinsten. Und das reichlich. Am Schluss stehen nach knapp dreieinhalb Stunden 31 Songs auf der Setlist des Abends. Hauptsächlich geht es zurück in die späten 70er und frühen 80er Jahre – zu den Alben „Darkness On The Edge Of Town“, „The River“, „Born In The USA“. Große Songs, die im Stadion riesig wirken: von „Badlands“ über „Hungry Heart“ bis „My Hometown“. Es gibt ein paar Einsprengsel aus neueren Alben: etwa „Youngstown“ und „American Skin (41 Shots)“. Und als erste Zugabe kommen gleich direkt hintereinander zwei Brecher: „Born In The USA“ und „Born To Run“. Alles tanzt ausgelassen. Ein Meer von Menschen in Extase.

Immer wieder gehen Bruce Springsteen und Mitglieder der E-Street-Band hinunter zu den Fans. Zu „Dancing In The Dark“ tanzt der Boss mit einer Besucherin aus der Menge, anschließend spielt er mit einem Jungen aus der Menge gemeinsam das Gitarren-Solo (auf einem Riff). Ein Mädchen mit großem Sonnenkranz darf den Refrain zu „Waitin' On A Sunny Day“ singen.

Und zwischendrin erinnert sich Bruce Springsteen, wie es das letzte Mal in München war. Im Mai 2013 bei fünf Grad und Dauerregen. „Ich habe mir den Hintern abgefroren“, erzählt er. „Dieser Regen! Dieser Wind!“ An diesem Abend bleibt es trocken, an diesem Abend hat er deshalb auch Zeit, noch eine politische Botschaft los zu werden: „Fuck Trump – we wanna dance with the boss“. Es ist ein Plakat der Fans, das er nimmt und per Kamera auf die große Leinwände übertragen lässt. Und das Stadion ist der gleichen Meinung.

Gänsehautstimmung bei Bruce Springsteen

Zum Abschluss nach der zweiten Zugabe spielt Bruce Springsteen allein: „For You“. Ein Stück von seinem ersten Album „Greetings From Asbury Park“. Gänsehautstimmung und 57000 glückliche Konzertbesucher. Ein großer Abend.

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