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München
14.05.2018

Ermittler beschlagnahmen knapp eine Tonne Kokain

Getarnt unter Bananen in Supermarktkisten taucht immer wieder abgepacktes Kokain auf.
Foto: Landeskriminalamt, dpa (Symbolbild)

Bayerische Ermittler haben zwölf verdächtige Drogenhändler festgenommen. Sie sollen gigantische Mengen Kokain in Bananenkisten nach Deutschland geschmuggelt haben.

Bayerische Ermittler haben eine internationale Drogenhändlerbande ausgehoben und knapp eine Tonne Kokain beschlagnahmt. Wie das Landeskriminalamt am Montag mitteilte, wurden zwölf überwiegend aus Albanien stammende Verdächtige festgenommen. Die Drogen wurden demnach in Bananenkisten versteckt nach Deutschland geschmuggelt.

Die Ermittlungen ließen den Schluss zu, dass insgesamt mit rund 1,8 Tonnen Kokain im Marktwert von 400 Millionen Euro gehandelt worden sei. Die Ermittler sprachen vom einem "empfindlichen Schlag" gegen die Drogenkriminalität und wollen am Mittwoch Einzelheiten nennen.

In Supermärkten gefundenes Kokain hatte Marktwert von etwa zehn Millionen Euro

Im Zuge der Ermittlungen sei Kokain auch in Nordrhein-Westfalen und in Hamburg sichergestellt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Festnahmen stehen im Zusammenhang mit einer Reihe von Kokain-Funden in bayerischen Supermärkten im September 2017. Damals waren in zehn Märkten quer durch den Freistaat Kokainpäckchen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 180 Kilogramm entdeckt worden. Es hatte einen Schwarzmarktwert von etwa zehn Millionen Euro.

Kokainfunde in Supermärkten verschiedener bayerischer Landkreise - auch Augsburg

In der Stadt und im Landkreis Rosenheim waren insgesamt drei Supermärkte betroffen, in der Stadt und im Landkreis Passau in Niederbayern weitere drei. In Oberbayern wurden noch in Filialen in den Kreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Landsberg am Lech Drogen entdeckt. In Schwaben war ein Markt im Landkreis Augsburg betroffen.

Weil alle Geschäfte zu einer Handelskette gehörten, hatten Polizisten zahlreiche weitere Filialen und zwei Zentrallager auch mit Spürhunden überprüft. Im September waren zunächst aber keine weiteren verdächtigen Kisten gefunden worden. 

Ermittelt hatte eine Gruppe aus Kriminalbeamten und Zollfahndern

Bereits damals war die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern von LKA und Zollfahndern mit den Ermittlungen zu dem Drogenschmuggel betraut. Am kommenden Mittwoch wollen der Münchner Generalstaatsanwalt Reinhard Röttle und der Leiter des Rauschgiftdezernats im Landeskriminalamt, Jörg Beyser, zusammen mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Details und Hintergründe zu dem Fund präsentieren. (dpa/lby/afp)

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