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München
02.08.2019

Sperrungen und Baustellen: Die Folgen des Baus der 2. Stammstrecke

Auf der Münchner S-Bahn-Stammstrecke kommt es in diesem Jahr zu Einschränkungen, weil eine zweite Stammstrecke gebaut wird.
Foto: Matthias Balk, dpa

Die Bahn will die zweite Stammstrecke in München bis 2026 fertigstellen, deshalb wird gebaut. Für Autofahrer und Zuggäste hat das Folgen.

Fast 850.000 Menschen nutzen jeden Tag die Münchner S-Bahnen. Weil die Metropolregion um München stetig wächst, stößt das Netz langsam an seine Grenzen. Deshalb baut die Bahn eine zweite Stammstrecke, die für Entlastung auf der bestehenden sorgen soll - bis 2026 soll sie fertig sein.

Die Gleise der neuen Strecke, die teils unter und teils über der Erde verlaufen, werden zwischen den Bahnhöfen Laim im Westen und dem Leuchtenbergring im Münchner Osten verlegt. Kernstück ist ein sieben Kilometer langer Tunnel. Entlang der zweiten Stammstrecke sollen sich nur drei Haltestellen – Hauptbahnhof, Marienhof und Ostbahnhof – befinden. Die Bahn plant in diesem Zuge die Einführung eines Express-S-Bahn-Systems, durch das das Münchner Umland besser an die Innenstadt angebunden werden soll.

Bahn: In München kommt es zu Einschränkungen

Bevor sich die Verkehrssituation verbessert, müssen sich Fahrgäste in und um München allerdings mit einigen Einschränkungen arrangieren. Die Bahn hat mittlerweile ihren Baufahrplan für die kommenden Monate vorgelegt und erklärt, worauf sich Bahn-Pendler und Autofahrer einstellen müssen.

Beginnen will die Bahn im westlichen Bereich der zweiten Stammstrecke rund um die Station Laim. Bis Mitte des Jahres laufen die Vorbereitungen, ab Herbst soll es dann richtig losgehen. Während des Baus der sogenannten Umweltverbundröhre, einem Tunnel, durch den später Fußgänger, Radfahrer, Busse und Trams fahren werden, wird ein Teil der Eisenbahnüberführung an der Wotanstraße rückgebaut. Der Verkehr werde deshalb für die Zeit von rund sieben Wochen über die Friedenheimer Brücke umgeleitet, teilt die Bahn mit.

Im August plant die Bahn außerdem Brunnenarbeiten im Bereich der Station Hackerbrücke, hier werde über mögliche Umleitungen rechtzeitig informiert.

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Schalterhalle am Münchner Hauptbahnhof wird gesperrt

Zeitnah beginnen sollen auch Brunnenbohrungen in der Gleishalle des Hauptbahnhofs. Dort soll später eine neue Station entstehen, das Grundwasser muss dafür abgesenkt werden. Ab Mai wird der Durchgang durch die Schalterhallte des Hauptbahnhofs gesperrt, das Gebäude wird entkernt. Vom Stachus kommend müssen Fahrgäste dann einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Im Sommer will die Bahn dann einen Teil des Haupteingangs zum Bahnhof abreißen.

Die zweite Stammstrecke soll von Laim im Westen zum Leuchtenbergring im Osten verlaufen. Dazwischen sollen der Hauptbahnhof, der Marienhof und der Ostbahnhof angefahren werden.
Foto: Deutsche Bahn AG/Fritz Stoiber Productions GmbH

Am Marienhof, wo eine der drei Stationen entlang der zweiten Stammstrecke entstehen soll, werde die Schallschutzwand möglichst schnell fertiggestellt, heißt es von der Bahn. Im Sommer gehe es dann mit dem Bau der späteren Haltestelle los.

Am Ostbahnhof sollen gegen Jahresende Vorbereitungen für die spätere Umgestaltung des Geländes getroffen werden. Dort ist unter anderem ein neues elektronisches Stellwerk geplant.

Stammstrecke soll an sechs Wochenenden gesperrt werden

Während der Bau der zweiten Stammstrecke in vollem Gange ist, soll die bestehende Stammstrecke an sechs Wochenenden - jeweils von Freitagabend bis Montagfrüh - komplett gesperrt werden. Die Bahn hat dafür die folgenden Daten vorgemerkt:

  • 10. bis 13. Mai: Zwischen Pasing und Ostbahnhof
  • 2. bis 5. August: Zwischen Donnersbergerbrücke und Ostbahnhof
  • 9. bis 12. August: Zwischen Donnersbergerbrücke und Ostbahnhof
  • 16. bis 19. August: Zwischen Donnersbergerbrücke und Ostbahnhof
  • 23. bis 26. August: Zwischen Pasing und Ostbahnhof
  • 18. bis 21. Oktober: Zwischen Pasing und Ostbahnhof

Während der Wochenenden wird auf den betroffenen Strecken Schienenersatzverkehr eingesetzt.

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