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27.11.2018

Nach dem Fehlstart: Wie läuft es inzwischen bei Center Parcs im Allgäu?

Der neue Center Parcs im Allgäu wurde eine Woche nach seiner Eröffnung am 1. Oktober wieder geschlossen - wegen Problemen bei der Warmwasserversorgung und dem Glasfasernetz.
Bild: Felix Kästle, dpa

Plus Seit vier Wochen empfängt die Ferienanlage Center Parcs im Allgäu Gäste. Die Schwierigkeiten scheinen überwunden. Trotzdem ist noch nicht alles fertig.

Auf den ersten Blick ist auf dem Gelände der Ferienanlage Center Parcs Allgäu an diesem Morgen nicht viel los. Gelegentlich schlendern Familien in Richtung Market Dome, in dem sich mehrere Restaurants, die Badelandschaft Aquamundo, ein Supermarkt und kleine Geschäfte befinden. Aber der Eindruck täuscht: Momentan machen dort 2100 Menschen Urlaub, vor allem Eltern mit Kleinkindern, sagt Parkmanager Christoph Muth. Seit vier Wochen hat die Anlage inzwischen geöffnet, obwohl auf dem Gelände noch immer Arbeiter unterwegs sind. Endgültig fertig ist der Park erst im März 2019.

Die Ursachen für den Fehlstart bei Center Parcs sind inzwischen bekannt

Ursprünglich hatte der Park am 1. Oktober zum ersten Mal geöffnet, doch einige Probleme machten sowohl den Gästen als auch den Mitarbeitern zu schaffen. Türen an den Ferienhäusern ließen sich nicht öffnen, die Heizung funktionierte nicht und auch das Wlan streikte. Nach einer Woche machte der Park wieder dicht - drei Wochen lang. Die Gründe dafür waren technische Schwierigkeiten, erläutert Muth: "Wir hatten Luft in den Wärmerohren, sodass die Wärme nicht in den Häusern ankam." Dadurch sei auch kein warmes Wasser geflossen. Außerdem war das Glasfasernetz nicht instabil.

Einen Testlauf habe es zwar gegeben, beteuert Muth, aber dass es diese Probleme geben würde, habe sich dabei nicht angekündigt. "Wir können noch nicht darüber lachen, dafür wurden zu viele Gefühle verletzt", sagt Muth und zeigt sich geknickt. Doch der Fehlstart hatte für den Park auch Positives, ergänzt er: "Es war wirklich kein Marketing und keine Kalkulation, aber die Berichterstattung hat uns auch den einen oder anderen Gast beschert."

Wir haben uns ein Bild vor Ort gemacht, wie die Anlage inzwischen aussieht:

Nach dem Fehlstart: Wie läuft es inzwischen bei Center Parcs im Allgäu?
16 Bilder
Center Parcs Allgäu: Wie sieht es jetzt dort aus?
Bild: Mareike Keiper

Doch es gab noch mehr Stolpersteine: In den sozialen Medien hatten sich Gäste beschwert, dass es keine Lampenschirme oder Gardinen gibt und dass Bettwäsche fehlt. Kleinigkeiten, die Muth nachträglich nicht als großes Problem sieht: "Das waren nicht die Dinge, weshalb sich die Gäste persönlich bei uns beschwert haben."

Wer Einschränkungen hatte, bekam eine Entschädigung, erzählt der Manager. "Das wurde je nach Fall individuell über die Zentrale geregelt." Dass einige Gäste, wie sie in den sozialen Medien klagen, über längere Zeit keine Entschädigung bekommen haben, wundert ihn. "Wir wollten eine schnelle Lösung und keinen warten lassen."

Inzwischen seien die Mängel aber behoben, versichert der Parkmanager: "Die Leute sind von der Anlage und auch der Lage des Parks begeistert." Auch Gäste aus dem unmittelbaren Umfeld und den umliegenden Dörfern besuchen das Feriendorf, manche kommen laut Manager sogar, um sich ihr Haus für den Urlaub vorab auszusuchen.

Zweite Bauphase startet im Dezember

Ein anderer Aspekt, der in der Region ebenfalls eine Rolle spiele, sei Center Parks als Arbeitgeber. 150 Ausbildungsplätze sind geplant, sagt Muth. 50 junge Menschen haben bereits im Oktober mit der Ausbildung angefangen. Außerdem bietet das Unternehmen in Kooperation mit der Hochschule Kempten und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg ein Verbundstudium in den Bereichen Betriebswirtschaft, Tourismus, Hotellerie, Gastronomie, Energie- und Umwelttechnik sowie Elektrotechnik an.

Nachdem die Startschwierigkeiten nun offenbar überwunden sind, geht es auf der regulären Baustelle weiter. Im Dezember beginne nun die zweite Bauphase, in der die übrigen 400 Ferienhäuser fertiggestellt werden, sagt Muth. Diese Phase laufe bis etwa März. Auch der Spa- und Wellnessbereich fehlt noch, er soll ebenfalls bis März benutzbar sein.

Parkmanager Christoph Muth spricht im Interview über die Ursachen für den Fehlstart und wie das Unternehmen mit der Kritik umgegangen ist:

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