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Nürnberg
28.09.2016

Fünf Jahre Haft: 49-Jähriger schubste Mann auf U-Bahn-Gleise

Ein 49-Jähriger muss fünf Jahre ins Gefängnis, weil er einen Mann aufs U-Bahn-Gleis geschubst hat.
Foto: Alexander Kaya

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einen 49-Jährigen wegen versuchten Totschlags zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er hatte am Neujahrstag einen Mann aufs U-Bahn-Gleis geschubst.

Weil er in Nürnberg einen Mann aufs U-Bahn-Gleis geschubst hat, muss ein 49-Jähriger fünf Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach den Angeklagten am Mittwoch wegen versuchten Totschlags schuldig.

Der Mann war am Neujahrstag an einem U-Bahnhof mit einem 57-Jährigen aneinandergeraten und hatte den Mann ins Gleisbett geschubst. Danach ließ er sein Opfer minutenlang nicht wieder herausklettern, etwa indem er in Richtung von dessen Kopf oder Finger trat. Die Vorsitzende Richterin sagte in ihrer Urteilsbegründung, es sei nur einem Zufall zu verdanken, dass dem 57-Jährigen nichts passierte.

Richterin bescheinigt 49-Jährigem "hohe kriminelle Energie"

Ein Mitarbeiter in der Leitstelle der Verkehrsbetriebe hatte den Übergriff mit Hilfe einer Überwachungskamera beobachtet und die Station gesperrt. Zwar sind alle Bahnhöfe mit Kameras ausgerüstet, doch in der Leitstelle gibt es nur sechs Monitore, auf denen die Bilder wechseln.

Die Richterin bescheinigte dem 49-Jährigen eine "hohe kriminelle Energie". Nur wenige Monate zuvor war der Mann nach einem anderen Gewaltdelikt aus dem Gefängnis entlassen worden. Zudem wisse er, dass er unter Alkoholeinfluss zu Gewalt neige. Vor der Tat hatte er bei Silvesterfeiern viel Sekt und Wodka getrunken. Zu seinen Gunsten sprachen seine Reue und Einsicht sowie dass das Opfer ohne bleibende Schäden davon kam und ihm verziehen habe. dpa/lby

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