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Wiesn 2018

15:06 Uhr

Oktoberfest: "Super-Recogniser" sollen für mehr Sicherheit sorgen

München: Das Oktoberfest 2018 steht an. Am 22. September startet die Riesensause auf der Münchner Theresienwiese. Seit neuestem ist der Begriff "Wiesn" gesetzlich geschützt.
Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

Am 22. September startet in München das Oktoberfest 2018. Die Polizei testet dieses Jahr zum ersten Mal sogenannte "Super-Recogniser".

Das Oktoberfest 2018 in München rückt näher. Von 22. September bis 7. Oktober lockt das Volksfest wieder mehrere Millionen Besucher an. Alle Neuigkeiten zur Wiesn 2018 sowie wichtige Informationen finden Sie laufend aktuell hier im News-Blog.

Oktoberfest 2018 in München: News zur Wiesn hier im Blog

20. September: Countdown zum Oktoberfest: Wiesnchef präsentiert Neuerungen

Zwei Tage vor dem Oktoberfest-Start präsentiert der Festleiter und zweite Münchner Bürgermeister Josef Schmid (CSU) am Donnerstag (10.30 Uhr) beim traditionellen Rundgang die Neuerungen auf dem Festgelände. Dort laufen noch letzte Vorbereitungen, bevor an diesem Samstag Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier anzapft und damit das größte Volksfest der Welt eröffnet. Zu den Neuheiten zählen ein "Dschungelcamp", zu dem ein Orang-Utan die Gäste begrüßt. Weltraum-Touristen in spe können im Fahrgeschäft "Chaos Pendel" ähnliche Belastungen des Körpers wie bei Raumflügen austesten. Im Südteil des Festgeländes geht es auf der Oiden Wiesn mit ihren historischen Fahrgeschäften und Blasmusik besonders gemütlich zu.

Das Wetter zum Wiesn-Auftakt wird nicht schön, aber trocken

Das Wetter wird sich zum Wiesn-Start am Samstag nicht von seiner schönsten Seite zeigen. Ins Wasser fällt der Auftakt zum größten Volksfest der Welt aber wohl nicht. Wie der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag mitteilte, soll die Sonne am Tag des Anstichs zwischen vielen Wolken nur kurz zu sehen sein. Der Regenschirm kann aber für einen Abstecher auf die Münchner Theresienwiese im Schrank bleiben: Nass wird es den Experten zufolge am Morgen nur an den Alpen. Eher kühle 10 Grad soll das Thermometer Samstagfrüh anzeigen. Die Temperaturen könnten laut DWD bis mittags aber noch um einige Grad steigen.  

Weiß-blauen Bilderbuchhimmel gibt es in den ersten Wiesn-Tagen eher selten. Für Sonntag rechnen die Meteorologen mit mehr Wolken als Sonne. Dazu kann es immer wieder regnen. Die Nacht zum Montag bringt dann weitere Schauer und Gewitter im ganzen Freistaat.

19. September: Wiesn-Sicherheit: Neuer Zaun, mehr Kameras und "Super-Recogniser"

Mit noch mehr Videokameras, einem neuen Zaun, Eingangskontrollen und zusätzlichen Beamten mit Bodycams will die Münchner Polizei dieses Jahr für Sicherheit auf dem Oktoberfest sorgen. Wie schon in den vergangenen Jahren gelte ein Verbot für größere Taschen und Rucksäcke, teilten Polizeivizepräsident Werner Feiler und Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle am Mittwoch mit. Erneut werden rund 600 Polizeibeamte während der 16 Festtage im Einsatz sein. Über dem Festgelände gilt ein Überflugverbot - auch für Drohnen. 

Erstmals testet die Polizei sogenannte "Super-Recogniser". Das sind Menschen, die sich Gesichter von Verdächtigen besonders gut merken und nach ihnen Ausschau halten können. Sie sollen auf dem Gelände unterwegs sein und sich auch Videobilder ansehen, die dieses Jahr von 47 Kameras kommen, zehn mehr als im Vorjahr. Der mobile Zaun, der seit 2016 eine Lücke an der Theresienhöhe schloss und damit das Gelände vollständig abriegelte, wird durch einen festen ersetzt. "Entscheidend ist für das Kreisverwaltungsreferat, dass der Zaun im Falle der Überfüllung auch nach außen geöffnet werden kann", sagte Böhle.

Wiesn-Wirte rechnen mit mehr Gästen: "Reservierungslage hervorragend"

Nach zwei ruhigen Jahren rechnen die Wiesn-Wirte und die Stadt München wieder mit einem großen Andrang auf dem Oktoberfest. Es gebe deutlich mehr Reservierungsanfragen, sagte der zweite Wirtesprecher Christian Schottenhamel. Nach dem Amoklauf im Münchner Olympia-Einkaufszentrum 2016 seien viele Reservierungen storniert worden. "Man hat es gespürt, weil es auch so zeitnah zum Oktoberfest war." Die Gästezahl sank damals auf 5,6 Millionen. 2017 waren es 6,2 Millionen. Schon im vergangenen Jahr habe sich die Nachfrage erholt, sagte Schottenhamel. "Dieses Jahr haben wir eine Reservierungslage, die hervorragend ist." Es gebe wieder deutlich mehr Anfragen auch aus dem Ausland. "Die Amerikaner, die weggeblieben sind, kommen jetzt wieder."

Auch Wiesnchef Josef Schmid (CSU) geht von mehr Zustrom aus - gerade weil die vergangenen beiden Jahre ruhiger waren und es nicht ganz so eng zuging. Viele hätten gesagt: "Mei, so eine schöne Wiesn." Eine große Rolle spiele freilich das Wetter. "Ich hoffe, dass wir 16 Tage Sonnenschein haben", sagte Schmid.

Lufthansa-Crew fliegt in Tracht und zapft Bier

Drei Tage vor dem Beginn des Oktoberfests am Samstag in München schickt die Lufthansa Flugbegleiter in Dirndl und Lederhose auf die Reise. Der erste Trachtenflug startet am 19. September nach New York, weitere folgen in verschiedene europäische Städte sowie nach Singapur und Shanghai, wie die Fluglinie mitteilte. Erstmals seit Langem soll es auch - wie schon in den 1960er Jahren - frisch gezapftes Bier an Bord geben. In den Genuss kommen aber nur Business-Class-Gäste. Hierfür sei ein flugtaugliches Spezialfass ausgewählt worden, bei dem der Kohlensäuredruck durch ein Ventil reguliert wird. So werde ein Überdruck an Bord verhindert und das Zapfen sei auch in 10.000 Metern Flughöhe möglich.

18. September: Lufthansa Crew fliegt in Tracht und zapft Bier

Drei Tage vor dem Beginn des Oktoberfests am Samstag in München schickt die Lufthansa Flugbegleiter in Dirndl und Lederhose auf die Reise. Der erste Trachtenflug startet am 19. September nach New York, weitere folgen in verschiedene europäische Städte sowie nach Singapur und Shanghai, wie die Fluglinie mitteilte. Erstmals seit Langem soll es auch - wie schon in den 1960er Jahren - frisch gezapftes Bier an Bord geben. In den Genuss kommen aber nur Business-Class-Gäste. Hierfür sei ein flugtaugliches Spezialfass ausgewählt worden, bei dem der Kohlensäuredruck durch ein Ventil reguliert wird. So werde ein Überdruck an Bord verhindert, und das Zapfen sei auch in 10.000 Metern Flughöhe möglich.

17. September: Bahn für Wiesn gerüstet - 500 zusätzliche Fahrten

Die Deutsche Bahn startet gut gerüstet in die Wiesnzeit. Es werde zum Münchner Oktoberfest 500 zusätzliche Fahrten von Nahverkehr- und S-Bahnzügen geben, teilte der Vorsitzende der Geschäftsleitung der S-Bahn München, Heiko Büttner, mit. Die Bahn rechne während der 16 Festtage vom kommenden Samstag an mit rund drei Millionen zusätzlichen Fahrgästen zur Wiesn. Allein mit der S-Bahn fahren demnach täglich gut 100.000 Menschen mehr, so dass im S-Bahn-Netz insgesamt rund 940.000 Fahrgäste unterwegs sein werden.

Erste modernisierte S-Bahn-Züge mit deutlich mehr Platzangebot haben ihre Wiesn-Bewährungsprobe. Außerdem gibt es zusätzliche Einstiegslotsen, die nicht nur am Hauptbahnhof, sondern auch am Marienplatz die herandrängenden Massen verteilen. Insgesamt regeln bis zu 130 zusätzliche Mitarbeiter die An- und Abreise der Besucher. Am Hauptbahnhof werden einige Mitarbeiter erstmals Bodycams tragen. Die Bahn mache insbesondere den Heimweg von der Wiesn "ausgesprochen führerscheinfreundlich", warb die Bahn. "Es gibt keinen besseren Weg von und zur Wiesn als mit der Bahn", sagte Büttner.

In den Stoßzeiten gehe es trotz aller zusätzlichen Zuge auch bei der U-Bahn vom Hauptbahnhof womöglich zu Fuß am schnellsten zum Festgelände. Mitarbeiter weisen den Weg unter dem Motto "Z' Fuaß samma schnella". Die Bahn mahnte auch: "Bierkrüge gehören ins Festzelt." Das Mitnehmen sei nicht erlaubt - außer bei gekauften Krügen, die verpackt seien.

15. September: Der Name "Wiesn" ist jetzt eine geschützte Marke

Niemand sollte auf den Gedanken verfallen, ein Produkt mit dem Namen "Wiesn" auf den Markt zu bringen: Das kann ab jetzt richtig teuer werden. Die Stadt München hat sich nämlich den Begriff beim Intellectual Property Office der Europäischen Union (EUIPO) schützen lassen. Die EUIPO ist eine Art Behörde für das geistige Eigentum. Der Schutz dauert zunächst bis zum Jahr 2025.

3. September: FC-Bayern-Stars präsentieren sich vor dem Oktoberfest in Lederhosen

Die Fußball-Profis des FC Bayern München sind eingekleidet für das Oktoberfest. Drei Wochen vor dem Beginn des größten Volksfestes der Welt auf der Münchner Theresienwiese posierten die Stars um Kapitän Manuel Neuer am Sonntag bei einem Foto-Shooting für einen Sponsor des Rekordmeisters in Lederhosen und Trachtenjanker. Die Lederhose sei noch etwas "gewöhnungsbedürftig", sagte der vom FC Schalke 04 gekommene Neuzugang Leon Goretzka. 

Er sei bislang nur als Kind auf der Wiesn gewesen, berichtete der Nationalspieler. "Damals habe ich mich aber am meisten für die Karussells interessiert." Die Mannschaft des FC Bayern besucht traditionell einmal zusammen ein Festzelt auf dem Oktoberfest.

27. August: Innenminister Herrmann stellt Super-Recogniser und Video-Überwachung für das Oktoberfest 2018 vor

Auch in diesem Jahr spielt auf dem Oktoberfest 2018 in München die Sicherheit eine große Rolle. Nun wurde eine Pressekonferenz zu den Verwendungsmöglichkeiten von Super-Recognisern und Videoüberwachung für Dienstag, 28. August, angekündigt.

Laut einer Pressemitteilung der Polizei wird Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zusammen mit Polizeipräsident Hubertus Andrä die Einsatzmittel vorstellen. Ort der Pressekonferenz ist das Medienzentrum des Polizeipräsidiums München.

Angekündigt ist auch, dass Super-Recogniser und Polizeibeamte mit Body-Cam und dem polizeilichen Messenger für Bilder und Interviews zur Verfügung stehen werden. Bei Super-Recognisern handelt es sich übrigens nicht um Maschinen: Sie bezeichnen Menschen, die eine überdurchschnittliche Fähigkeit darin haben, sich langfristig Gesichter zu merken - und demnach auch zu erkennen.

20. August: Oktoberfest-Bands haben Einfluss auf das Repertoire von Floßmusikern

Die Folgen des Oktoberfests sind auch auf der Isar zu hören: Floßmusiker wie Klaus Bacher (55) aus Holzkirchen (Landkreis Miesbach) mussten ihr Repertoire anpassen. Früher seien bayerische Musik und Dixieland ausreichend gewesen, um die Gäste bei Laune zu halten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Heute erwarte die Kundschaft auf dem Floß eine ähnliche Stimmungs-Offensive wie sie es von Wiesn-Bands gewohnt ist. "Da muss man alles drauf haben: aktuelle Hits, Oldies, Stimmungsnummern. Das Oktoberfest- oder Après-Ski-Programm ist heute Pflicht." Bacher sorgt seit 25 Jahren in unterschiedlichen Besetzungen - mit Tochter Larisa oder mit der Band "Isar Briada" - für Party-Stimmung auf den rustikalen Holzflößen.

27. Juli: Die Wiesn kommt mit Attraktionen wie "Dschungelcamp" und "Chaos Pendel"

Ein Orang-Utan begrüßt die Besucher zum "Dschungelcamp" - und Weltraumtouristen in spe können im "Chaos Pendel" ähnliche Belastungen des Körpers wie bei Raumflügen austesten: Das Münchner Oktoberfest lockt in diesem Jahr mit diversen Neuheiten. Mit dem Anstich erst am 22. September und dem 7. Oktober als letztem Tag sei es die spätestmögliche Wiesn, sagte der Festleiter und zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) am Freitag. "Meine ganz große Hoffung ist, dass der Herbst wirklich ein goldener Herbst wird." 

Neben "Chaos Pendel" und "Dschungelcamp" - hier keine Reality-Show, sondern ein Laufgeschäft - gibt es erstmals ein Überkopffahrgeschäft namens "Predator" und einen Wellenflieger mit Doppelsitzen "ideal für ein romantisches Date". 

Die in den vergangenen zwei Jahren etablierten Sicherheitsvorkehrungen mit stichprobenartigen Kontrollen an den Eingängen und einem Verbot großer Taschen und Rucksäcke hätten sich bewährt, sagte Schmid. "Deshalb ist es absolut folgerichtig und konsequent, dass wir die 2017 eingeführten Neuerungen beibehalten."

Im Südteil des Festgeländes gibt es wieder die Oide Wiesn. Dort werden etwa gebrannte Mandeln traditionell von Hand im Kupferkessel gerührt. Eine Sonderausstellung widmet sich zudem dem Schausteller Carl Gabriel, der 1910 das "Teufelsrad" einführte - bis heute eine beliebte Wiesn-Belustigung.

Ein Arbeiter montiert am Holzgerüst eines Festzelts auf der Theresienwiese die Dachträgerbalken. Im Hintergrund ist die Bavaria-Statue zu sehen.
Bild: Peter Kneffel, dpa

16. Juli: Schon mitten im Sommer startet der Aufbau für das Oktoberfest

Gut zwei Monate vor dem Anstich startet offiziell der Aufbau des Oktoberfests. Die Theresienwiese wird zu einer riesigen Baustelle. Das 31 Hektar große Festgelände wird für Passanten gesperrt, nur einige Durchgänge bleiben offen. Zuerst werden die Festzelte errichtet. Sattelschlepper bringen die übers Jahr eingelagerten Teile der Bierburgen, die in den nächsten Wochen ausgepackt und aufgebaut werden. Die Fahrgeschäfte folgen. Mehr zum Aufbau lesen Sie hier.

Mitten im Juli hat auf der Theresienwiese in München der Aufbau für das Oktoberfest begonnen. Die Wiesn startet in diesem Jahr am 22. September und läuft bis zum 7. Oktober.
Bild: Peter Kneffel, dpa

13. Juni: Der Bierpreis auf der Wiesn steigt in manchen Zelten über die 11-Euro-Marke

Die Maß Bier auf dem Münchner Oktoberfest wird dieses Jahr in manchen Zelten erstmals mehr als 11 Euro kosten. Der Preis für die Maß liege zwischen 10,70 Euro und 11,50 Euro, teilte die Stadt München mit. Das sind durchschnittlich 3,57 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Spitze müssen die Gäste 55 Cent mehr hinlegen - in der Regel war der Maßpreis in den Vorjahren um etwa 25 bis 30 Cent gestiegen.

Hauptgrund für die vergleichsweise starke Anhebung ist die höhere Umsatzpacht, die die Wirte an die Stadt zahlen müssen. Sie steige im Vergleich zum Vorjahr sogar um 53 Prozent, sagte Wirtesprecher Peter Inselkammer. "Die Erhöhung ist dieses Jahr der Hauptkostenfaktor für uns alle." Die Umsatzpacht war 2017 eingeführt worden, um die erhöhten Sicherheitskosten wegen der Terrorgefahr zu decken und bedeutet für die Wirte erhebliche Mehrkosten gegenüber der früheren Standgebühr.

Dennoch bleiben die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke bei der Wiesn 2018 in etwa auf Vorjahresniveau - oder sinken sogar. Ein Liter Tafelwasser kostet im Durchschnitt 8,72 Euro (Vorjahr 8,73 Euro) und Limonade 9,27 Euro (9,55 Euro); Spezi wird mit 9,80 Euro (9,64 Euro) nur wenig teurer. Damit wollten die Wirte auch ein Zeichen für Familienfreundlichkeit setzen, erklärte Inselkammer. Mehr zu den Getränkepreisen lesen Sie hier.

12. Mai: Nicht nur der Bierpreis, auch die Umsatzpacht beim Oktoberfest geht steil nach oben.

Das Oktoberfest wird teurer - für die Wirte auf der Wiesn und in der Folge somit auch für die Gäste. Die Stadt München will von den Wirten 9,3 Millionen Euro einnehmen. Das geht aus der Sitzungsvorlage für den Wirtschaftsausschuss des Stadtrates am Dienstag (15. Mai) hervor. Dazu möchte Wirtschaftsreferent und Wiesnchef Josef Schmid (CSU) die Umsatzpacht für die Wirte von bisher 5,1 Prozent des Nettoumsatzes auf künftig 7,8 Prozent anheben. Bei den kleinen Zelten soll sie um einen Prozentpunkt auf 6,1 Prozent steigen. Mehr zur Umsatzpacht lesen Sie hier.

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