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Rechtsstreit in München

24.05.2019

Porsche bei Autorennen geschrottet: Versicherung muss zahlen

Prozess in München: Muss eine Vollkasko-Versicherung bei einem Totalschaden nach einem mutmaßlichen Autorennen zahlen?
Bild: David Ebener, dpa

Ein Autofahrer hat seinen Porsche Carrera bei einem Unfall geschrottet. Er war bei einem Rennen viel zu schnell gefahren. Dennoch muss die Versicherung zahlen.

Viel zu schnell war ein Autofahrer über eine Straße in Nordrhein-Westfalen gerast und mit einem anderen Wagen zusammengestoßen - für seinen geschrotteten Porsche bekommt der 49-Jährige von seiner Versicherung mehr als 82.000 Euro.

Der Kläger war im März 2014 auf einer Straße im Rhein-Sieg-Kreis am Steuer seines Porsches unterwegs. Der damals 43-Jährige wollte sich nach Justizangaben von einem hinter ihm fahrenden Sportwagen absetzen und fuhr deswegen zu schnell. In einer Kurve verlor der Mann die Kontrolle über sein Auto, geriet auf die Gegenspur und prallte dort mit einem weiteren Auto zusammen. Dessen Fahrer und der Porsche-Fahrer verletzten sich laut Polizei schwer.

Versicherung muss für geschrotteten Porsche zu zahlen

Das Oberlandesgericht München wies am Freitag eine Berufung der Versicherung gegen ein vorangegangenes Urteil des Landgerichts München I ab. Der Mann habe sich grob fahrlässig verhalten, als er sich vor mehr als fünf Jahren von einem hinter ihm fahrenden Auto absetzen wollte, mit mehr als 140 Stundenkilometern in die Kurve und dann auf die Gegenspur gefahren war. Die Leistung der Versicherung schließe aber nur einen Unfall durch vorsätzliches Handeln aus, so die Richter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa/lby)

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