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Corona-Krise

18.02.2021

Quadratmeter-Regel bereitet bayerischen Friseuren Probleme

Das Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus ist laut einer neuen Untersuchung beim Friseur vergleichsweise gering.
Foto: Nicolas Maeterlinck, BELGA/dpa

Plus Die strengen Hygienevorschriften, die für die Öffnung der Friseursalons gelten, führen für einige Salons zu Schwierigkeiten. Warum sich vor allem kleine Läden in der Zwickmühle befinden.

Neuer Schnitt, neue Strähnchen, neue Pflege. Nicht mehr lange, dann dürfen Friseure in Bayern zum 1. März ihre Salons für die Kunden wieder öffnen. Doch bei manchen von ihnen trübt sich die Vorfreude auf diesen Tag. Grund dafür sind die strikten Hygienevorschriften, die in den Friseurgeschäften eingehalten werden müssen – und die zum Teil noch strenger sind, als die coronabedingten Beschränkungen nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr.

Zehn-Quadratmeter-Regel im Friseur-Salon: Kunde oder Azubi?

Nach Angaben des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks sowie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege gilt von nun an der aktualisierte „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ mit folgenden Regeln: Das Personal muss mindestens eine medizinische Gesichtsmaske tragen, Kunden eine FFP2-Maske. Den Salon betreten darf nur, wer einen Termin vereinbart hat. Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden und eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person.

Letzteres bereitet nun einigen Friseuren in Bayern Probleme, berichtet Christian Kaiser, der bayerische Landesinnungsmeister, unserer Redaktion. „Vor allem kleinere Läden bekommen nun Schwierigkeiten, weil sie auf ihrer Fläche dann nicht mehr alle Mitarbeiter und alle Kunden gleichzeitig unterbekommen können.“ Viele von ihnen stünden zum 1. März deshalb vor der Entscheidung, ob sie einen Kunden mehr in den Salon ließen oder stattdessen einen Angestellten oder Auszubildenden. „Wir im Verband sehen diese Zehn-Quadratmeter-Regel deshalb kritisch“, sagt Kaiser. „Im Gegensatz zu Geschäften, wo sich die Kunden in den Räumen ständig bewegen, bleiben Friseur und Kunde ja immer an einem festen Platz und halten sich die meiste Zeit über auf einer Fläche von vielleicht vier Quadratmetern auf.“

Landesinnungsmeister der Friseure: "Wir sind unheimlich froh"

In Kombination mit den anderen Hygienevorschriften – zum Beispiel, dass aufgrund der Abstandsregel von 1,5 Metern nicht mehr alle Stühle besetzt werden – könnten viele Betriebe nicht mehr zur alten Auslastung zurück und müssten deshalb Umsatzeinbrüche einkalkulieren, sagt Kaiser. „Aber trotz aller Sorgen und Klagen: Wir Friseure sind natürlich alle unheimlich froh, dass wir nach monatelanger Pause wieder öffnen und überhaupt arbeiten dürfen.“

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18.02.2021

Wie schneidet man denn mit 1,5m Abstand (so ein Schmarrn) die Haare? Immer neue Regeln - und der Deutsche frißts.

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19.02.2021

1,5 m soll der Abstand zwischen den einzelnen Kunden sein - und nicht zwischen Friseur und Kunden!

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19.02.2021

Das ist mir neu, daß das Virus zwischen Friseur und Kunden unterscheiden kann. Diese Intelligenz hätte ich ihm nicht zugetraut.

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20.02.2021

@ Wolfgang B. Ja das Virus wird anscheinend intelligenter! Und vor allem gibts jetzt auch verschiedene Versionen davon: die normale Chinesische, die Britische Variante, die Südafrikanische Variante, die Türkische Variante, und vielleicht gibts auch bald Bayrische und Baden-Würtembergische Varianten...

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