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Donauwörth

25.02.2015

Razzia in Donau-Ries-Kliniken

Im Donauwörther Krankenhaus sowie den anderen Kliniken im Donau-Ries-Kreis hat gestern eine Razzia stattgefunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Veruntreuung.
Bild: Wolfgang Widemann

Weil der Klinikverband jahrelang überteuert medizinischen Bedarf eingekauft haben soll ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Die Augsburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreuevorwürfen bei den Donau-Ries-Kliniken. Das Kommunalunternehmen, zu dem drei Kliniken und vier Seniorenheime gehören, soll jahrelang seinen medizinischen Bedarf überteuert eingekauft haben. Die Rede ist von einer Million Euro jährlich zu viel. 20 Kripobeamte der Dillinger Kripo und ein Staatsanwalt haben gestern die Krankenhäuser in Donauwörth, Nördlingen und Oettingen durchsucht. Die Fahnder durchsuchten auch ein Privathaus im Landkreis und Büroräume einer im Raum Stuttgart ansässigen Einkaufsgemeinschaft für Medizinbedarf.

Dies hängt zusammen mit Vorwürfen der Bestechung und Bestechlichkeit. Sie richten sich gegen die Geschäftsführerin der Einkaufsgemeinschaft, 45, sowie den Ex-Betriebsleiter der Donau-Ries-Kliniken. Früher verantwortete der 64-Jährige den gemeinsamen Einkauf für alle Krankenhäuser und Heime. Auslöser für die Polizeiaktion ist eine Strafanzeige, bestätigte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai.

Vorstand der Donau-Ries-Kliniken zeigt sich betroffen

Landrat Stefan Rößle (CSU), Verwaltungsratsvorsitzender der Kliniken, reagierte betroffen. Rößle wie auch Jürgen Busse, seit Mitte 2013 Vorstandsvorsitzender des Kommunalunternehmens, äußerten großes Interesse, „dass der gesamte Sachverhalt lückenlos aufgeklärt wird. Wir haben nichts zu verbergen.“

Ein Unternehmensberater war zu dem Ergebnis gekommen, die Kliniken könnten beim Einkauf eine Million Euro jährlich einsparen.

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