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Wetter

01.12.2020

Schnee und Kälte in Bayern: Wird auch Weihnachten weiß?

In Bayern hat es pünktlich zum Beginn des Dezembers geschneit.
Bild: Silvio Wyszengrad

In Bayern hat es pünktlich zum meteorologischen Winteranfang vielerorts geschneit, auf den Straßen gab es einige Glätteunfälle. So sind die Aussichten.

Mit dem ersten Türchen, das die Kinder am Dienstag – übrigens der meteorologische Winteranfang – an ihrem Adventskalender öffneten, war er da, der Schnee. In vielen bayerischen Städten und Gemeinden gab es einen wahren Wintereinbruch – und das Wetter wird sich in den kommenden Tagen wohl auch nicht ändern. „Das milde Wetter ist vorbei. Es ist deutlich winterlicher als bisher“, sagt Jürgen Schmidt vom Online-Portal Wetterkontor im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Temperaturen würden in den kommenden Tagen in Schwaben um den Gefrierpunkt liegen, fährt der Wetterexperte fort. Wie lange der Schnee liegen bleibe, das könne man noch nicht sicher sagen, meint Schmidt. „Das hängt davon ab, wie trocken die Luft ist. Je trockener, desto länger bleibt der Schnee“, erklärt der Diplom-Meteorologe. Grund für den aktuellen Wintereinbruch sei der Zusammenbruch der atlantischen Westwindzone. Stattdessen wehe nun ein kalter Wind aus Osten über Bayern.

Schnee und Eis: Viele Straßen verwandelten sich in glatte Rutschbahnen

Angesichts des weißen Flaums auf den Wiesen und Feldern fragen sich nun viele Menschen: Bleibt das so? Wird Weihnachten weiß? Um das zu beantworten, sei es noch viel zu früh, sagt Wetterexperte Schmidt. „Ein Ausblick, wie das Wetter über die Feiertage wird, ist etwa ab dem 15. Dezember möglich.“

Viele Straßen waren glatt, Streu- und Räumfahrzeuge waren unterwegs.
Bild: Silvio Wyszengrad

Viele Kinder dürften sich über den Wintereinbruch freuen – der Schnee hat aber auch seine Schattenseiten. Viele Autofahrer hatten in der Nacht auf Montag und auch am Dienstagmorgen mit widrigen Bedingungen zu kämpfen: Wegen Schneematsch und Glätte verwandelten sich die Straßen in gefährliche Rutschbahnen, vielerorts krachte es. Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord kam es zu mehreren Unfällen – allerdings verliefen die meist glimpflich. „Das normale Unfallgeschehen zum ersten Schnee“, sagt eine Sprecherin gegenüber unserer Redaktion. Auch aus Mittelfranken wurden zahlreiche Verkehrsbehinderungen durch Glätte und liegengebliebene Autos gemeldet. In Oberbayern sei es im Berufsverkehr vermehrt zu Unfällen mit Blechschäden gekommen, einige Menschen seien leicht verletzt worden, sagt ein Polizeisprecher. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es in ganz Deutschland zunächst keine größeren Störungen auf den Strecken.

Der kälteste Monat ist der Januar

Der kälteste Monat sei übrigens nicht de Dezember, sondern der Januar, erklärt Meteorologe Schmidt. Denn die Temperaturen in Deutschland hingen stark von den Temperaturen der Meere ab – und die nähmen eben erst langsam ab und erreichten im Januar ihren Tiefpunkt.

Nichtsdestotrotz: Der Dezember startet ziemlich eisig. In dieser Woche soll es weiterhin klirrend kalt sein, nur am Donnerstag und Freitag könnte es etwas milder werden. Am kommenden Wochenende wird es Schmidt zufolge dann wieder schneien.

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