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Gartenschläfer

31.01.2020

Seltenes Tier wiederentdeckt: Das ist der Zorro aus dem Allgäu

Ein Gartenschläfer in der Nahaufnahme. Das Allgäuer Exemplar ist leider fotoscheu.
Bild: Rudolf Leitl, dpa

Bayerns Naturschützer sind ganz aus dem Häuschen: Sie haben einen Gartenschläfer entdeckt. Das Tierchen ist selten geworden.

Es gibt Superhelden, die einfach alle Zeiten und jeden Widerstand überstehen. „Zorro“ ist so einer. Geboren in Stummfilm-Tagen, später verkörpert von Antonio Banderas, kämpfte er mit dem „Z“ auf der Brust gegen alle Schurken und Widerlinge. Die schwarze Augenbinde verleiht ihm eine geheimnisvolle Aura. Welch passenderen Namen könnte es also für den kleinen Nager geben, der in diesen Tagen im Allgäu entdeckt worden ist. Ein Tierchen bloß, doch eines, das gegen die Widrigkeiten des Klimawandels ankämpft.

Der Gartenschläfer hat seinen Lebensraum verloren

Um seine Augen zeichnet sich eine schwarze „Zorro-Maske“ ab. Spektakulär sei die Entdeckung, jubiliert der bayerische Naturschutzverband LBV. „Im gesamten Freistaat gibt es ohnehin nur kleinere Vorkommen von Gartenschläfern, in Nordostbayern und lediglich wenige Funde im Oberallgäu. Die Beobachtung bei Oberstdorf ist sogar ein völlig neuer Nachweis des Nagetiers für Deutschland“, sagt LBV-Gebietsbetreuer Henning Werth. Der kleine Säuger ist die in Europa am stärksten zurückgehende Nagetierart. „Als Ursache wird schon lange ein Zusammenhang mit dem Insektensterben vermutet“, sagt Werth. In den letzten 30 Jahren haben Gartenschläfer etwa die Hälfte der Fläche ihres bisherigen Lebensraumes verloren. Ein echter Überlebensheld ist er also, der Allgäuer „Zorro“.

Die Aufnahme einer automatischen Fotofalle zeigt den Gartenschläfer in den Allgäuer Alpen.
Bild: LBV

Und wie es sich für einen echten Superhelden gehört, scheut er das Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit mit geschickten Ausweichmanövern. Das Foto, mit dem der Nachweis gelungen ist, ist ein wenig unscharf und lediglich Schwanz und Hinterteil eines kleinen Zorros sind darauf zu sehen.

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