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Peggy Knobloch

14.01.2019

Staatsanwaltschaft legt im Mordfall Peggy Beschwerde ein

Peggy Knobloch verschwand im Mai 2001. 15 Jahre später wurde ihre Leiche gefunden.
Bild: Holger Sabinsky-Wolf

Nachdem der Tatverdächtige sein Teilgeständnis im Fall Peggy zurückgezogen hatte, kam er frei. Dagegen will die Staatsanwaltschaft Bayreuth jetzt vorgehen.

Im Mordfall Peggy hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Montag nach eigenen Angaben Beschwerde gegen die Freilassung des Tatverdächtigen eingelegt. Der 41 Jahre alte Mann war an Heiligabend nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bayreuth freigelassen worden. Nach Auffassung der Anklagebehörde ist der Haftbefehl zu Recht ergangen. "Es besteht weiter ein dringender Tatverdacht gegen den Beschuldigten", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Amtsgericht werde die Argumente prüfen und die Akten gegebenenfalls dem Landgericht Bayreuth zur Entscheidung vorlegen.

41-jähriger Tatverdächtiger im Mordfall Peggy wieder frei

Der Anwalt des aus dem oberfränkischen Landkreis Wunsiedel stammenden Mannes hatte Haftbeschwerde eingelegt. Das Amtsgericht verneinte daraufhin einen dringenden Tatverdacht gegen den 41-Jährigen, unter anderem weil er sein Teilgeständnis widerrufen hatte und dieses nun nicht mehr gegen ihn verwendet werden könne. Der Mann kam frei.

Die Ansicht des Amtsgerichts zur Verwertbarkeit der Angaben des Beschuldigten teilt die Staatsanwaltschaft nicht. Dem Mann sei die Möglichkeit eingeräumt worden, anwaltlichen Beistand hinzuzuziehen. Der Tatverdacht sei aufgrund der Aussagen und Beweismittel weiterhin so zu bewerten wie bei Erlass des Haftbefehls.

Die neunjährige Peggy war am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Im Juli 2016 wurden Teile ihres Skeletts in einem Wald bei Rodacherbrunn im thüringischen Saale-Orla-Kreis gefunden, knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg in Oberfranken entfernt. (dpa/lby)

Lesen Sie dazu auch: Spurensuche in Lichtenberg: Der Ort, der zu Peggys Hölle wurde (Plus+)

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