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Sicherheitsbedenken

22.07.2010

Trotz Proteste: Seehofer hält am Kernkraftwerk Isar 1 fest

Horst Seehofer.

Trotz Widerstand lehnt Horst Seehofer eine Abschaltung des Atomkraftwerks Isar 1 ab. Doch die oberösterreichische Landesregierung ist in Sorge.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) lehnt ungeachtet des länderübergreifenden Widerstands gegen das Atomkraftwerk (AKW) Isar 1 eine Abschaltung des Meilers ab.

Er könne die Forderung, das Atomkraftwerk vom Netz zu nehmen, bei allem Verständnis für die Sorgen der Menschen vor Ort nicht nachvollziehen, sagte Seehofer dem "Straubinger Tagblatt" (Freitagausgabe). Er betonte: "Wenn das Kraftwerk - wie behauptet - nicht sicher wäre, müssten wir es ja sofort abschalten." Nun müssten die Argumente über Sicherheitsfragen gesammelt und "transparent vermittelt" werden, sagte der Ministerpräsident.

Seehofer machte erneut deutlich, dass er zur Kernkraft derzeit keine Alternative sieht. "Für mich steht die Sicherheit der Anlagen an erster Stelle, wenn es um die Laufzeit geht - und keine Jahreszahl", sagte der CSU-Vorsitzende. Derzeit würden zwei Drittel der Energie im Freistaat von Kernkraftwerken erzeugt. Zuletzt waren sowohl in Deutschland als auch in Österreich Forderungen laut geworden, die Laufzeit des vor 31 Jahren in Betrieb gegangenen AKW nicht zu verlängern.

So sorgt sich die oberösterreichische Landesregierung um die Sicherheit des rund 100 Kilometer entfernten Meilers in Essenbach bei Landshut. Der oberösterreichische Landesrat Rudi Anschober sagte am Dienstag, Isar 1 zähle zu den ältesten und veralteten Atomreaktoren in Deutschland. Eine Laufzeitverlängerung wäre gerade im Fall eines Altreaktors "besonders verantwortungslos". Auch die Landshuter CSU sprach sich gegen eine Verlängerung der Laufzeit aus. ddp

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