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Unterallgäu

07.08.2019

Verdacht auf Tierquälerei: Ermittlungen gegen weiteren Bauern

Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt gegen einen Großbauern aus dem Unterallgäu. Es gebe Hinweise auf Verstöße in der Tierhaltung.
Bild: Hildenbrand (Symbol)

Nach dem Fall in Bad Grönenbach hat die Staatsanwaltschaft Memmingen einen weiteren Rinderhalter im Visier. Das Gesundheitsamt stellte bei einer Kontrolle Mängel fest.

Wieder muss die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Tierquälerei im Allgäu einschreiten. Ein Rinderhalter aus dem Landkreis Unterallgäu steht im Visier der Behörden: Die Staatsanwaltschaft Memmingen teilte mit, dass sie Ermittlungen aufgenommen habe. Es seien Hinweise auf Verstöße in der Tierhaltung des Großbauern im Landkreis Unterallgäu eingegangen, die sich nach einer Vorprüfung bestätigt hätten. Bei einer Kontrolle seien dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Mängel aufgefallen.

Bundesverband Deutsch Milchviehhalter beklagt "Pauschalverdächtigungen"

Unterdessen beklagt sich der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter über „Pauschalverdächtigungen“ gegenüber Landwirten. So sei es in den vergangenen Tagen zu Fällen von Hausfriedensbruch gekommen, als Privatpersonen versucht haben, in Ställe einzudringen und dort zu filmen. Auf Nachfrage räumte der Verband allerdings ein, bisher seien ihm drei Fälle bekannt.

Doch auch der Verband sieht ein Problem: „Fakt ist, dass die Ausrichtung der Agrarpolitik auf immer schnelleres Betriebswachstum und noch effizientere Arbeitserledigung auf vielen Betrieben dazu geführt haben, dass die Relation zwischen den zu betreuenden Tieren und den vorhandenen Arbeitskräften nicht mehr stimmt.“

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