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17.06.2018

Verfassungsschutz warnt vor Krawall bei AfD-Parteitag in Augsburg

Die Polizei ist beim Parteitag der AfD in Augsburg mit über tausend Beamten im Einsatz.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Der Chef des bayerischen Verfassungsschutzes befürchtet, dass beim AfD-Bundesparteitag in Augsburg Polizeisperren durchbrochen und Fahrzeuge angezündet werden.

Der bayerische Landesverfassungsschutz warnt vor Krawall rund um den Ende des Monats geplanten Bundesparteitag der AfD in Augsburg. „Der Bundesparteitag der AfD ist derzeit sicher eines der herausragenden Ereignisse für die linksextremistische Szene“, sagte der Chef des bayerischen Verfassungsschutzes, Burkhard Körner, unserer Redaktion.

Linksextreme mobilisieren seit Wochen für den AfD-Parteitag in Augsburg

„Das heißt, dass bis zu 1000 linksextremistische Personen nach Augsburg kommen können, die auch ein gewisses Gewaltpotenzial mitbringen“, warnte Körner vor Ausschreitungen an dem Parteitagswochenende am 30. Juni und 1. Juli. „Die Mobilisierung läuft und wird seit Wochen ständig stärker“, fügte er hinzu.

Noch sei das Gefahrenpotential zwar nicht absehbar. „Allein das Polizeiaufgebot von mehreren tausend Beamten, die an dem Wochenende in Augsburg im Einsatz sein werden, zeigt aber, dass wir die Situation sehr ernst nehmen“, betonte der Verfassungsschutzchef. Es gebe in sozialen Netzwerken „Videos mit Anleitungen für Demonstrationen, für das Durchbrechen von Polizeisperren oder das Anzünden von Fahrzeugen, unterlegt mit entsprechender Musik und Texten“, sagte Körner.

Auch schon vor der eigentlichen Veranstaltung sei die Polizei in Alarmbereitschaft: „Wir befürchten, dass es vor allem im Vorfeld der Veranstaltung zu Straftaten kommt wie Sachbeschädigungen oder Angriffen auf symbolträchtige Einrichtungen“, erklärte Körner. „Es kursiert ein sogenannter Reiseführer, der geeignete Ziele auflistet“, fügte er hinzu.

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