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Wer spielt ein doppeltes Spiel?

Kommentar Von Uli Bachmeier
19.02.2021

Die meisten Kommunalpolitiker in Bayern tragen den vorsichtigen Kurs von Merkel und Söder mit. Gut so: Ein dritter Lockdown würde noch mehr Schaden anrichten.

Fast sieht es so aus, als würde so manch ein bayerischer Oberbürgermeister oder Landrat mit gespaltener Zunge sprechen. Vor der Videokonferenz mit Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Söder waren jedenfalls einige Wortmeldungen auf dem Markt, in denen es um Lockerungen der Corona-Regeln, Öffnungen des Einzelhandels und eine Perspektive für die Bürger ging, die der Pandemie müde sind. Doch bei der Konferenz selbst – also Auge in Auge mit der Macht – war davon nicht mehr die Rede. Es gab keinen ernsthaften Widerspruch. Die Kommunalpolitiker in Bayern tragen den vorsichtigen Kurs von Merkel und Söder geschlossen mit.

Die Kommunalpolitiker fürchten eine mögliche dritte Welle

Die Erklärung dafür liegt auf der Hand. Die Oberbürgermeister und Landräte sind diejenigen, bei denen der Ärger zuerst ankommt – direkt und ungefiltert. Sie reagieren darauf, indem sie Verständnis zeigen und dem Verdruss im Land ein Ventil geben. Doch größer als der Druck von Eltern, die sich endlich wieder richtigen Schulunterricht für ihre Kinder wünschen, oder von Einzelhändlern, die ernsthaft um ihre Existenz bangen, ist die Sorge vor einer dritten Welle der Pandemie. Ein dritter Lockdown würde noch erheblich mehr Schaden anrichten. Dafür will niemand die Verantwortung übernehmen.

 

Tröstlich ist, dass die Mehrheit der Kommunalpolitiker kein doppeltes Spiel spielt. Es waren nur einige, die daheim den Mund weit aufgemacht und dann, als es darauf ankam, den Kopf eingezogen haben. Von ihnen sollten sich die Bürger nicht täuschen lassen.

Lesen Sie dazu auch: Rückendeckung für Corona-Strategie von Merkel und Söder

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