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Wir dürfen die jüngeren Schüler in Corona-Zeiten nicht vergessen

Brigitte Mellert
Kommentar Von Brigitte Mellert
10.07.2020

Die Corona-Krise spüren niedrigere Jahrgänge mehr als die aktuellen Abschlussklassen. Negative Folgen für ihre Zukunft dürfen ihnen aber nicht entstehen.

Spricht man über die Auswirkungen der Corona-Krise auf Schüler, dann geht es meist um die Abschlussklassen. Aus dem Fokus geraten dabei die Jüngeren. Also jene Schüler, die erst in den kommenden Jahren ihren Abschluss anstreben und die Folgen der Corona-Krise womöglich noch länger mit sich herumschleppen: in Form von Wissenslücken, entstanden durch die lange Zeit des Unterrichts zu Hause. Sie dürfen auf keinen Fall vergessen werden.

Welche Unternehmen trotz Corona künftig noch ausbilden können, ist nicht absehbar

Niedrigere Jahrgänge waren fast drei Monate zu Hause. Eine Zeit, in der wichtiges Grundwissen womöglich nicht vermittelt werden konnte. In diesem Schuljahr macht sich das noch nicht bemerkbar. Das Durchfallen ist coronabedingt abgeschafft. Aber danach? Schon jetzt gibt es Jugendliche, die eine Klasse freiwillig wiederholen. Für alle anderen wird das kommende Schuljahr stressig beginnen. Die Lehrer müssen in kurzer Zeit Lücken erkennen und schnellstmöglich wieder schließen. Gelingen kann dies zum Beispiel mit zusätzlichem Förderunterricht für Schwächere. Wer es tatsächlich schafft, wird sich aber erst im Juli 2021 mit den Jahreszeugnissen zeigen.

 

Und danach folgt die nächste Hürde: die Suche nach einer Ausbildungsstelle. Noch ist nicht absehbar, welche Unternehmen künftig noch ausbilden können. Betriebe brauchen daher langfristig finanzielle Hilfe, um auch Jüngeren die gleichen Chancen auf eine Lehre bieten zu können, wie es jetzige Abschlussklassen gewohnt sind.

Lesen Sie dazu auch: Die Corona-Krise trifft jüngere Schüler härter

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