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NSU-Prozess

13.05.2015

Zeugin von Raubüberfall bricht im NSU-Prozess in Tränen aus

Im Prozess gegen Beate Zschäpe und die NSU brach eine Zeugin am Mittwoch in Tränen aus. Archivbild
Bild: Andreas Gebert (dpa)

Am Mittwoch ist im Münchner NSU-Prozess eine Zeugin in Tränen ausgebrochen. Grund dafür waren wohl die Erinnerungen an einen Raubüberfall im September 2003 in Chemnitz.

Im NSU-Prozess ist am Mittwoch eine Zeugin in Tränen ausgebrochen. Die Chemnitzer Sparkassenangestellte hatte im September 2003 einen Raubüberfall miterlebt. Sie schilderte, wie zwei Täter - mutmaßlich die Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt - brüllend und vermummt in die Filiale stürmten.

Einer der beiden habe ihr seine Pistole ins Gesicht geschlagen. Davon habe sie ein blaues Auge davongetragen. Sie habe den Tätern aber kein Geld geben wollen und ihnen deshalb vorgegaukelt, sie habe keinen Schlüssel für den Tresorraum. Mehrere ihrer Kolleginnen hätten während des Überfalls aus der Filiale fliehen können. Am Ende seien die Männer mit weniger als 500 Euro aus der Kleingeldkasse abgezogen.

NPD-Politikerin soll am Mittwoch im NSU-Prozess aussagen

Am Nachmittag will das Gericht die baden-württembergische NPD-Politikerin Edda Schmidt als Zeugin hören. Hauptangeklagte im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr die Mittäterschaft bei den Banküberfällen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" und bei den überwiegend rassistisch motivierten zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen der Gruppe vor.  lby

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