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Oktoberfest-Foto
24.01.2022

Ein Wiesn-Foto vom "Himmel der Bayern" wird für die CSU zum Ärgernis

Das Original auf dem Oktoberfest: der „Himmel der Bayern“ im Hacker-Festzelt (in Prä-Corona-Zeiten).
Foto: Felix Hörhager, dpa (Archivbild)

Ein Bild vom "Himmel der Bayern" auf dem Oktoberfest hing in der CSU-Zentrale. Aus Wut über die Corona-Politik forderte es der Künstler zurück - und ärgert sich nun noch mehr.

In Bayern ist der Himmel zum Greifen nah. Nein, nicht weil der Freistaat die Vorstufe zum Paradies ist, wie der einstige Landesvater Horst Seehofer behauptete, sondern ganz wahrhaftig: auf dem Münchner Oktoberfest. Denn dort, so das größte Bierfest der Welt denn stattfindet, befindet sich der „Himmel der Bayern“ an der Decke des Hacker-Festzelts.

Mehr bajuwarisches Pathos geht kaum, dachte man sich wohl auch bei der CSU und hängte sich vor ein paar Jahren ein großformatiges Bild des leeren Wiesnzeltes samt weiß-blauem Himmel in die eigene Parteizentrale. Der Münchner Fotokünstler Michael von Hassel hatte es der CSU als Leihgabe überlassen, nachdem er ihr mehrere andere Bilder verkauft hatte.

Ein Frust-Brief an Markus Söder landet im Netz

Weil von Hassel aber mit der Corona-Politik der Staatsregierung nicht zufrieden ist, schrieb er noch vor Weihnachten einen bitterbösen Brief an Markus Söder, indem er seinem Ärger auf fragwürdige Art und Weise Luft machte und sein verliehenes Wiesnbild zurückforderte. Nachdem sich wochenlang niemand bei ihm meldete, stellte er den Brief ins Internet. Medien berichteten – und siehe da, vor wenigen Tagen bekam von Hassel Post.

Wie der Fotograf auf Instagram mitteilte, wurde der „Bavarian Sky“, so der Titel des Bildes, in sein Atelier geliefert – allerdings „stark beschädigt“. Er selbst und einige seiner Follower im Netz sind darüber höchst erbost, finden das „unglaublich“, „unfassbar“, „unmöglich“ – zumal von Hassel betont, dass die Schäden an seinem Werk bereits in der CSU-Zentrale entstanden sein müssen, da sie dort von der Spedition fotografisch dokumentiert worden seien. In der CSU hält man sich bedeckt. Auf eine Anfrage unserer Redaktion erklärte ein Sprecher, man wolle sich zu dem Thema nicht äußern.

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26.01.2022

Oh mein Gott, wie kann man daraus ein solches Drama machen? Der "Künstler" fordert sein Eigentum zurück, ist legitim. Weshalb er das tut steht auf einem anderen Blatt, ich kann es nicht nachvollziehen. Scheinbar hat er ja in der Vergangenheit durch Verkäufe an die CSU auch gut profitiert. Hat er wohl auch vergessen. Es aufgrund der Coronapolitik zurückzufordern ist für mich schon auf dem Niveau eines Kindergartenkindes.
Den entsprechenden Brief hat er also vor Weihnachten verschickt... und wann genau? Über die Feiertage ist bekanntlich überall wenig los, da wird so ein einzelner Brief vermutlich keine große Beachtung gefunden haben. Da mal 3 Wochen lang keine Antwort er halten würde ich also als normal bezeichnen und nicht als absichtliches ignorieren.
Weshalb das Bild nun, scheinbar vor dem Transport, stark beschädigt (wie auch immer das konkret aussieht) ist weiß ich auch nicht. Ich habe mir aber mal angeschaut, wie groß das Bild genau ist. Der Nachdruck dürfte nicht mehr Kosten als im niedrigen dreistelligen Bereich verursachen. Es ist also mit Sicherheit ein Thema, welches man sehr schnell regeln kann. Immerhin bekommt der Künstler jetzt seine Aufmerksamkeit, die er ja scheinbar wollte.

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