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Nürnberg

27.02.2019

Hat ein Heilpraktiker nicht zugelassene Krebs-Medikamente verkauft?

Ein 63-jähriger Heilpraktiker und Volkswirt muss sich vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten. Er soll nicht zugelassene Medikamente verkauft haben.
Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbol)

Das Medikament soll angeblich Krebspatienten im Endstadium helfen. Der 63-jährige Angeklagte soll drei Millionen Euro damit verdient haben.

Ein 63-Jähriger muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth wegen des Inverkehrbringens von nicht zugelassenen Arzneimitteln verantworten. Der Heilpraktiker und Volkswirt soll von 2015 bis 2018 unter anderem das Mittel "Rerum", das angeblich Menschen mit Krebs im Endstadium helfen soll, an Therapeuten und Alternativmediziner verkauft haben. Bei einer Firma soll der Mann laut Anklage "nicht für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmte" Testchargen des Stoffes bestellt und pro Glasfläschchen sieben Euro bezahlt haben, an Patienten diese dann aber für 302 Euro verkauft haben. 

Die Verteidigerin bezeichnet das Mittel als Nahrungsergänzungsmittel

Durch den Verkauf der Arzneien soll er knapp drei Millionen Euro eingenommen haben, die nach Ansicht der Staatsanwaltschaft eingezogen werden sollen. Die Verteidigerin argumentierte am Mittwoch, die Mittel seien nicht als Medikamente, sondern als Nahrungsergänzungsmittel einzustufen. Für diese liege eine Verkehrsfähigkeitsbescheinigung vor. Außerdem beschreibe die Packungsbeilage lediglich eine "beworbene, aber keine nachgewiesene" Funktion der Mittel. (lby/dpa)

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