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Lesetipp
19.10.2023

Immer weniger junge Menschen wollen Lehrerin oder Lehrer werden

Kinder und Jugendliche unterrichten? Viele junge Menschen gehen lieber in die freie Wirtschaft.
Foto: Julian Stratenschulte, dpa

Die Zahl der Studienanfänger in Lehramtsstudiengängen sank innerhalb von fünf Jahren um fast 20 Prozent. Woran liegt das und vor allem: Was bedeutet das für Schülerinnen und Schüler?

Immer weniger junge Menschen in Bayern wollen Lehrkräfte werden. Die Zahl der Studierenden, die sich für ein Lehramtsstudium entschieden haben, ist einer Statistik des Wissenschaftsministeriums zufolge innerhalb von fünf Jahren um fast 20 Prozent gesunken. Bundesweit ging die Zahl laut dem Statistischen Bundesamt um 17 Prozent zurück. Das ist besonders bedenklich, weil seit Jahren ein offenkundiger Lehrkräftemangel herrscht. Weil ausgebildete Kräfte zu Tausenden fehlen, ersetzen sie zunehmend Quereinsteigerinnen und -einsteiger, Studierende oder freiwillig in den Schuldienst zurückgekehrte Pensionäre. 

Hatten sich im Jahr 2018 in Bayern noch gut 10.000 junge Menschen für ein Lehramtsstudium eingeschrieben, waren es 2022 lediglich 8058. Die einzige Ausnahme im Abwärtstrend war das Jahr 2020, als die Zahl der Erstsemester kurzzeitig auf 10.665 hochschnellte. Damals wurde die Zulassungsbeschränkung für das Grundschullehramt abgeschafft. Für das diesjährige Wintersemester, das eben erst begonnen hat, liegen noch keine bayernweiten Zahlen vor.

Schülerverhalten und Arbeitsbelastung sind größte Herausforderungen für Lehrkräfte

"Drei ganz wesentliche Punkte" für die sinkende Beliebtheit registriert Jonathan Zeller aus dem Vorstand der Abteilung für junge Lehrkräfte im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband. "Natürlich schreckt die aktuelle Notsituation einen Teil der Studieninteressierten ab", sagt Zeller, der selbst an einer schwäbischen Mittelschule unterrichtet. "Jeder Praktikant, der hier an die Schule kommt, sieht, dass das Wesentliche – das Unterrichten –, weswegen wir uns für diesen Beruf entschieden haben, in den Hintergrund gerückt wurde. Stattdessen stehen vielerorts Bürokratie, schlecht funktionierende Ausstattung reparieren oder Vertretungen im Vordergrund." Das starre Bildungssystem entspreche ferner nicht dem, wie sich die Generation Z ihren Arbeitsalltag vorstellt. "Flexible Arbeitszeit, Homeoffice, Vier-Tage-Woche, all das ist in der freien Wirtschaft viel wahrscheinlicher." Hinzu komme ein "überholungsbedürftiges Studium. Wir brauchen ein flexibles Modell, in dem die Studierenden erst im höheren Semester entscheiden, an welcher Schulart sie unterrichten möchten."

Was bereits aktive Lehrkräfte in ihrem Beruf am meisten belastet, hat jüngst das Meinungsforschungsinstitut Forsa untersucht. Als größte Herausforderung nannte jeder und jede dritte Befragte das Verhalten ihrer Schülerinnen und Schüler – etwa Verhaltensauffälligkeiten, fehlenden Lernwillen und mangelnde Disziplin. An zweiter Stelle: hohe Arbeitsbelastung und Zeitmangel. Drei von vier Schulleitungen beklagten in einer vorausgegangenen Umfrage, wegen der Personalnot nicht allen Kindern gerecht werden zu können.

Stefan Düll, Präsident des Deutschen Lehrerverbands.
Foto: Marcus Merk

Stefan Düll, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, nennt den Mangel an Studierenden "politisch mitverschuldet". Verbände fordern seit Jahren, "bei den Lehrkräften 30 Prozent über Bedarf einzustellen. Dann hätten wir jetzt kein Personalproblem. Aber das ist nicht passiert." Stattdessen habe man zeitweise ganze Jahrgänge nach dem Studium nicht verbeamtet. 

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Er kritisiert auch die fehlende Anerkennung der Gesellschaft für den Lehrerberuf. "Wie viel Geld ein Land in seine Lehrkräfte und Schulen investiert, hängt ja auch vom Wählerwillen ab", sagt Düll. Sein Eindruck sei, dass die Menschen in Bayern Steuergelder lieber in anderen Bereichen wie Straßenbau, innerer Sicherheit oder Krankenhäusern angelegt sehen wollen. Wer mehr Lehramtsstudierende wolle, müsse nicht in erster Linie am Studium etwas ändern, sondern an der Lage in den Schulen. "Man hört so viel Schlechtes aus den Schulen. Lehrer fehlen, die Gebäude stecken im Sanierungsstau. So bekommen potenziell neue Lehrkräfte natürlich nicht das Gefühl, dass Schule und der Lehrerberuf etwas wert sind." Düll ist dennoch der Überzeugung, "dass der Beruf es wert ist, ihn zu studieren".

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Die Diskussion ist geschlossen.

24.10.2023

Ich bin theoretisch sehr gerne Lehrerin. Die Arbeit im Unterricht macht mir sehr viel Spaß und ich habe wenige Disziplinprobleme.
Ich bin aber mittlerweile auch an dem Punkt, jedem von diesem Beruf abzuraten.
Die Bürokratie nimmt bereits mehr Zeit in Anspruch als die Unterrichtszeit. Befördert wird man nur, wenn man andere Dinge zusätzlich macht, die teilweise leider wenig mit dem Lehrerberuf zu tun haben. Bei den Beurteilungen muss ein bestimmter Schnitt eingehalten werden ( der ja offiziell nicht existiert aber trotzdem so gehandhabt wird). Das bedeutet, wenn zufällig in einem Jahrgang viele gute Lehrer sind, dann bekommen eben einige schlechte Noten, ohne dass nachvollziehbar ist, weshalb.
Zusätzlich macht man sich selbst noch den Druck, dass man nicht krank sein darf, weil die anderen Kollegen alles auffangen müssen und man den Jahresstoff vielleicht nicht schafft.
Und wenn man aus der Arbeit rausgeht und sagt man ist müde oder gestresst kommt von außen ein Kommentar: Warum? Du bist doch Lehrer?
Die allgemeine Meinung ist leider nach wie vor, dass Lehrer viel verdienen, wenig arbeiten und zudem noch Ferien haben.
Ich mag meine Schüler, ich mag meine Kollegen und ich gehe gern in den Unterricht! Sollte ich aber nochmal die Wahl haben, würde ich was anderes machen.

24.10.2023

Viktoria W., Sie würden erkennen, dass alles, was Sie beklagen, in jedem anderen anspruchsvollen Beruf auch so ist.
Seien Sie lieber froh, dass Sie mit den Schülern und dem Unterricht gut zurecht kommen. Und was Dummköpfe sagen, braucht Sie doch nicht zu bekümmern, oder?

20.10.2023

Ich habe mehrere Lehrer/innen im Bekantenkreis und bin froh, diesen Beruf nicht ergriffen zu haben. Da hätte ich schon längst einen Nervebzusammenbruch, Schreikrampf bekommen. Was sich heute die Eltern herausnehmen können ist schlicht ein Skandal: Die schicken ihren schlecht erzogenen, verwöhnten Nachwuchs, um den sie sich entweder kaum je selbst gekümmert haben, oder aber im Gegenteil als Helikopter Eltern ihrem Nachwuch unaufhörlich jede noch so kleine Herausforderung aus dem Weg räumten, zur Schule und erwarten, dort jemand ihrem Nachwuchs Aufmerksamkeit, Lernfähigkeit und vielleicht sogar etwas Fleiß beibringt. Und wehe der hofnungsvolle Nachwuchs hat keinen Bock, dann sind natürlich die Lehrer dran Schuld. Früher, als ich mal ne Watschen gefangen hatte -zu Recht aus heutiger Sicht- meinte meine Mutter nur "selbst dran Schuld, hat wohl seinen Grund gehabt". Heute wäre das ein Fall für mindestens 2 Rechtsanwälte nebst Disziplinarverfahren und Schulverweis für den Lehrer sowie Berichterstattung in der lokalen Presse über die extensive Gewalt von Lehrern gegen hilflose Schüler. Nein, ich bin kein Anhänger der Prügelstrafe, aber mir tun alle Lehrer leid, die heute eine Null Bock Generation motivieren sollen, sich zumindest an ein paar Basisreglen von Anstand und Lernwilligkeit zu halten und oft nichtmal Rückendeckung von der Schulleitung dafür bekommen, wenn der hoffnungsvolle Nachwuchs sich eben nicht motivieren lässt. Und viele Eltern sind ihrer erzieherischen Aufgabe soweit entrückt wie wir dem Andromeda Nebel.

22.10.2023

Ausnahmslose Zustimmung. Was heute, nicht alle, aber leider die Masse der Eltern, für Erwartungen und als Voraussetzung erwartet, ist doch nichts anderes als eine vollkommen überzogene Erwartungshaltung. Und leider unterstützt der Staat dieses Vorgehen noch. Von Respekt, Rücksicht, Normalität kann doch in vielen Schulen schon lange nicht mehr die Rede sein.

20.10.2023

ich kann das Problem verstehen. Das Problem sind in erster Linie die Eltern.
Wenn ein Kind mit 12 Monaten "Mama" sagen kann, ist es laut Eltern, insbesondere
laut den späteren Helikopter-Müttern, gleich hochbegabt. Wenn man im Sommer im
Freibad ins Plantschbecken schaut, sieht man nur hochbegabte Kleinkinder, die darin
baden. Und zeigt sich dann später im schulischen Alltag, dass das die Noten des
eigenen Kindes nicht den hochgestochenen Elternerwartungen entsprechen, dann
liegt dies am Versagen der Lehrkräfte und droht damit sein Kind notfalls, abgesichert
durch eine Rechtsschutzversicherung aufs Gymnasium "hochzuklagen". Ich kann es
gut verstehen, dass junge Menschen auf so einen Job dann keinen Bock haben.

19.10.2023

Ich liebe meinen Beruf und bin glaube ich mit Leib und Seele Lehrerin. Man muss aber ganz ehrlich sagen, dass ich es verstehen kann, wenn man nicht Lehrer werden will. Dazu ein paar Punkte zum Nachdenken:
- manche Lehrer werden zum Teil an drei Schulen geschickt
- Lehrer werden mitten im Schuljahr an andere Schulen versetzt
- die Bürokratie nimmt ungefähr so viel Zeit ein wie die Vorbereitung
- an unserer Schule funktioniert kein Gong, keine Haustüre, wir haben keine Sekretärin, WLAN stürzt fast täglich ab, die Heizung heizt in Klassenzimmern gar nicht, dafür in anderen auf 26 Grad…
- für die Eltern sind immer wir Lehrer an allem schuld. Erziehung ist Arbeit, aber bitte nicht für die Eltern…
So könnte ich ewig weiterschreiben. Das hat wenig mit kontinuierlichem und guten Unterricht zu tun, wenn schon die Rahmenbedingungen nicht stimmen